Furcht vor Ehec: Menschen fühlen sich im Stich gelassen

Niemand fühlt sich zuständig: Es gibt keine Hotline für Bürger, die wegen Ehec und Hus Auskunft suchen. Kliniken und Ärzte sind einzige Ansprechpartner. Die Gesundheitsverwaltung sieht indes keine Krisenlage.

Es fehlen Ansprechpartner beim Robert-Koch-Institut (RKI) oder in der Gesundheitsverwaltung. Karin Braun war deshalb am Samstagabend verzweifelt. Ihre Freundin Christa H. liegt mit dem durch Ehec hervorgerufenen hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus) im Charité-Klinikum. Ihr Zustand ist schlecht, sie wurde ins künstliche Koma versetzt. Karin Braun selbst ist seit Tagen verunsichert, ob sie möglicherweise selbst den gefährlichen Erreger in sich trägt. Nachdem sie am Sonnabend telefonisch nicht weiterkam, bat sie den Tagesspiegel um Hilfe. Doch auch für die Redaktion war beim RKI nur der Pförtner erreichbar. “Bei uns ist niemand im Haus, erst am Montag wieder”, lautete die Antwort.

Beide Frauen kennen sich seit 43 Jahren. Sie waren für eine Woche in Lübeck im Wellness-Urlaub gewesen. “Wir sind am 15. Mai in den Kartoffelkeller gegangen und haben dort gegessen.” Der Kartoffelkeller gilt, wie berichtet, als eine mögliche Ehec-Hauptinfektionsquelle. Frau Braun erinnert sich genau, dass sie ein Bauernfrühstück gegessen habe, ihre Freundin Bratkartoffeln, Sülze und Salat. “Ich bin kein Salatfan”, sagt die 62-Jährige, ihre Freundin dagegen sei es schon. Auch im Hotel habe es jeden Tag am Büffet diverse Rohkostsalate gegeben.

Eine Woche nach der Rückkehr bekam ihre Freundin Durchfall und hatte große Schmerzen. Es ging ihr von Tag zu Tag schlechter. Sie rief einen Notarzt, der ihr den dringenden Rat gab, sofort in die Klinik zu gehen. Christa H. war ein paar Tage im Gertrauden-Krankenhaus und wurde in einem Einzelzimmer behandelt. Mitte vergangener Woche verlegte das Krankenhaus Christa H. in die Charité, Campus Virchow. Seit Donnerstag liegt Christa H. im künstlichen Koma. “Der Zustand meiner Mutter hat sich drastisch verschlechtert. Aber die Ärzte tun, was sie können”, sagte ihr Sohn Oliver H. dem Tagesspiegel.

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf www.tagesspiegel.de




Artikelsuche ?

Routenplaner

Planen Sie Schritt für Schritt, wer Sie medizinisch auf Ihrem Behandlungspfad versorgen soll - von der Vorsorge über die ambulante Behandlung bis hin zur stationären Versorgung und anschließender Rehabilitation. Lassen Sie sich dafür die in der Datenbank enthaltenen Einrichtungen in der Region Berlin-Brandenburg anzeigen, die diese Erkrankung behandeln.

Tagesspiegel GESUND

Tagesspiegel Gesund 08 Tagesspiegel Gesund 09 Tagesspiegel Gesund 10

Fachkompetentes Praxiswissen informativ aufbereitet
Informationen zu Behandlungsmethoden und Gesundheitstrends aus Berlin und Umgebung
Von der Gesundheitsberater-Berlin-Redaktion

Aktuell am Kiosk oder direkt im
Tagesspiegel-Shop

Wir liefern Qualität

Erfahren Sie mehr darüber, wie unsere Texte entstehen, wie die Daten geprüft werden und wie sich das Portal finanziert.
Jetzt informieren.

Sie sind uns wichtig und wir freuen uns über Ihre Meinung zu unserem Portal. Welche Themen andere Leser interessierten lesen sie unter Leser fragen - die Redaktion antwortet