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Erste Hilfe bei einem Infarkt: Herzmassage


Ein Herz bleibt stehen. Was tun Sie? Beatmen? Herzmassage? Sterben lassen? Die meisten machen gar nichts. Das gilt in privater Umgebung, zu Hause also, und noch mehr in der Öffentlichkeit. Die Zeugen eines Herzstillstands haben Angst, etwas falsch zu machen, sie ekeln sich, oder sie sind ganz einfach verwirrt. Dabei wäre es einfach, vielleicht ein Leben zu retten. Die richtige Antwort heißt Herzmassage.

Das Herz pumpt das Blut und mit ihm Sauerstoff in den Kreislauf. Versagt diese Pumpe, kommt kein frisches Blut mehr in das Gehirn, das besonders anfällig für Sauerstoffmangel ist. Stirbt das Gehirn, stirbt der Mensch. Im Blut ist aber nach Kreislauf- und Atemstillstand noch für immerhin etwa acht Minuten ausreichend Sauerstoff vorhanden.

Acht Minuten sind in dieser Lage eine lange Zeit!

Damit der Sauerstoff über das Blut wieder in das Gehirn gelangt, muss das Herz von außen „massiert“, sprich: das Brustbein vier bis fünf Zentimeter eingedrückt werden, 100 Mal in der Minute. Auf diese Weise wird der Kreislauf simuliert. Auch wissenschaftliche Studien bestätigen die Bedeutung der Herzdruckmassage, wie Martin Kaltenbach berichtet, einer der Gründer der Deutschen Herzstiftung. Die Herzmassage „ist vielfach erprobt und so einfach geworden, dass auch Laien sie anwenden können“, schreibt Kaltenbach im Mitteilungsblatt der Herzstiftung. „Früher hat die Mund-zu-Mund-Beatmung manche davon abgehalten, rechtzeitig einzugreifen. Dieses Hindernis ist jetzt entfallen.“ Allein durch die Herzmassage „springt“ die Atmung meist spontan wieder an, wie der Herzspezialist Kaltenbach aus Erfahrung weiß. Eine Atemspende ist erst nach fünf bis zehn Minuten erforderlich. Meist sind dann Rettungskräfte vor Ort.


weiterlesen auf www.tagesspiegel.de
(Artikel erschienen am 20.06.2010)

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Hartmut Wewetzer

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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