Abschied von der Atemspende
Ein Mann, ungefähr Mitte 50, bricht bewusstlos an der Bushaltestelle zusammen. Die Umstehenden sind ratlos. Was tun? Herzmassage? Mund-zu-Mund-Beatmung? Wie ging das nochmal? Und ist das nicht gefährlich? Schließlich ruft jemand die Feuerwehr. Als sie endlich nach mehr als zehn Minuten eintrifft, kommt für den Mann jede Hilfe zu spät.
Das Beispiel ist erfunden, und trotzdem alltägliche Realität. Etwa 400 000 Menschen sterben in Europa jedes Jahr am plötzlichen Herztod. Viele, die kurz nach dem Kreislaufstillstand zwischen Leben und Tod schweben, könnten mit Erster Hilfe durch Laienhelfer gerettet werden. Meist aber werden sie in diesen entscheidenden Minuten alleingelassen.
Die Europäische Fachgesellschaft für Herzrhythmusstörungen möchte das ändern.
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(Artikel erschienen am 22. Juni 2009)
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Hartmut Wewetzer
Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011
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