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Jonathan Müller-Tiburtius, 24 (Diabetes Typ-1)

Foto: Mike Wolff

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Jonathan Müller-Tiburtius, 24


Diagnose: Diabetes Typ 1

Behandlung: medikamentös

Praxis: Diabetologische Gemeinschaftspraxis Dres. Eilers/Pralle, Bismarckstraße 68, 10627 Berlin


Vorgeschichte:

Jonathan war in der zwölften Klasse, damals in Kiel, als seine Bauchspeicheldrüse aufhörte, das lebensnotwendige Hormon Insulin zu produzieren. Der groß gewachsene Junge forderte seinen Körper, trainierte Karate, spielte Cello. Innerhalb einer Woche gerät in Jonathans Körper plötzlich alles durch einander. Die Niere spült den nicht abbaubaren Zucker aus, dafür entzieht sie dem Körper Flüssigkeit. „Ich habe einen Kasten Selters am Tag getrunken“, sagt Jonathan. Diabetes ist eine Erkrankung, bei der der Körper nicht genügend Insulin produziert – den Stoff, der für die Verwertung von Glukose, also Zucker, zuständig ist.


Behandlung:

Eine Insulinpumpe versorgt Jonathan mit dem fehlenden Hormon. Die Minipumpe am Bauch ist eine Ersatzbauchspeicheldrüse. Damit sie die richtige Menge abgibt, braucht sie den Zuckerwert aus Jonathans Blut. Je nachdem, ob er Sport macht oder lesend auf der Couch sitzt, piekt sich Jonathan bis zu acht Mal am Tag mit einer Nadel in den Finger. Den Zuckerpegel im entstandenen Blutstropfen misst er mit einem mitgeführten Gerät. Das handygroße Teil sendet den Wert an die Pumpe, die dann die nötige Insulinmenge in den Körper spritzt. Alle zwei, drei Monate lässt er sich von seiner Ärztin in Berlin, wo er seit fünf Jahren wohnt, kontrollieren. „Sie will den Diabetes an mein Leben anpassen, nicht mein Leben an den Diabetes.“


Das Leben danach

Zunächst liebäugelte Jonathan mit einem Medizinstudium: „Ich wollte mich aber nicht auch noch beruflich mit meiner Krankheit befassen, deshalb studiere ich nun Tiermedizin.“ Mit einer Mitbewohnerin teilt er alterstypisch eine Wohnung in Neukölln. Einen alterstypischen Vollrausch aber sollte Jonathan vermeiden. Auch lange Waldläufe sind riskant. „Ich muss immer zu einem Kiosk finden und ’ne Cola kaufen können“, sagt er. Denn manchmal reicht der Traubenzucker, den er immer bei sich hat, nicht aus. Auch bei fehlerhafter Dosierung, zum Beispiel wenn zu viel Insulin in den Körper gelangt ist, oder nach einem anstrengenden Tag ungewöhnlich viel Energie verbrannt wurde, können Unterzuckerungen entstehen. Das ist gefährlich, denn dann droht sogar eine Ohnmacht.

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Hannes Heine

Artikel zuletzt aktualisiert am: 06.02.2013

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