Arzneimittel-Kontoauszug für Senioren soll unerwünschte Wechselwirkungen verhindern helfen
Jeder siebte Berliner über 65 nimmt mindestens ein Medikament, das gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen kann. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Diese Medikamente stünden auf der sogenannten Priscus-Liste . Es handele sich dabei um 83 Arzneimittelwirkstoffe, die für Senioren ab 65 Jahren nur eingeschränkt zu empfehlen seien und deswegen nur nach einer genauen Nutzen-Risiko-Bewertung vom Arzt verordnet werden sollten. Darunter fielen zum Beispiel Mittel gegen Bluthochdruck, Depressionen und Schmerzen, teilte die TK mit.
Besonders Senioren sind anfällig für Neben- und Wechselwirkungen von Arzneien. Ihre Organe arbeiten nicht mehr so schnell, Wirkstoffe können nicht so gut aufgenommen beziehungsweise abgebaut werden. Mögliche Folgen: Sturzgefahr, Nierenschäden, Magenblutungen. Um die Arzneimitteltherapie von älteren Patienten sicherer zu machen, biete die TK jetzt einen speziellen Arzneimittel-Kontoauszug für Senioren an. Er liste alle verordneten Medikamente der letzten zwei Jahre auf und weise auf Medikamente hin, die potentiell gefährlich sein können.
Patienten, die ein entsprechendes Mittel erhalten, sollten es auf keinen Fall eigenmächtig absetzen, sondern stattdessen die weitere Therapie mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Sie können sich auch an den telefonischen Beratungsservice des TK-Ärztezentrums wenden.
übermittelt am 10.02.2011
Artikel zuletzt aktualisiert am: 12.01.2012
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