Ratgeber: Welchen Kontrollen unterliegen Schmerztherapeuten - und wer berät Patienten?

Hier finden Sie Informationen zu Qualitätskontrollen von Schmerztherapeuten und Beratungsmöglichkeiten.


Qualitätskontrollen der Kassenärztlichen Vereinigung

Ein als Schmerztherapeut tätiger Arzt muss der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin unter anderem folgende Qualifikationen nachweisen: die Teilnahme an einem von der Ärztekammer anerkannten Kurs über Schmerztherapie von mindestens 80 Stunden Dauer, einjährige Tätigkeit in einer entsprechend qualifizierten Schmerzeinrichtung und mindestens acht Besuche einer interdisziplinären Schmerzkonferenz innerhalb eines Jahres vor der Zulassung zum Schmerztherapeuten.


Der Mediziner muss auch nach der Genehmigung in jährlichen Abständen nachweisen, dass er an mindestens acht interdisziplinären Schmerzkonferenzen teilgenommen hat und in seiner Praxis überwiegend chronisch schmerzkranke Patienten behandelt. Die Praxis muss an vier Tagen pro Woche mindestens je vier Stunden Patienten empfangen und ständige Rufbereitschaft haben. Der Arzt muss mehrere Schmerztherapeutische Behandlungsverfahren beherrschen. fünf Standardtherepien und außerdem drei von zwölf alternativen Behandlungsverfahren – etwa Physikalische Therapie, Hypnose und Neurolyse.


Die Praxis eines Schmerztherapeuten muss rollstuhlgerecht sein sowie über Überwachungs- und Liegeplätze mit Reanimationseinheiten verfügen. Außerdem sollten EKG- und Pulsmonitoring an jedem Behandlungsplatz, an dem invasive Verfahren durchgeführt werden, vorhanden sein. Die Kassenärztliche Vereinigung kann die organisatorischen und räumlichen Gegebenheiten jederzeit überprüfen.


Ärztekammer: “Spezielle Schmerztherapie”

Die “Spezielle Schmerztherapie” umfasst laut Definition der Ärztekammer “die gebietsbezogene Diagnostik und Therapie chronisch schmerzkranker Patienten, bei denen der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren und einen selbständigen Krankheitswert erlangt hat.” Die Zusatzqualifikation “spezielle Schmerztherapie” wird von der Ärztekammer nach bestimmten Kriterien zuerkannt. Dazu zählt, dass der Arzt eine 12-monatige Weiterbildung zum Thema absolviert hat und mindestens vier schmerztherapeutische Verfahren beherrscht.


Hilfe und Beratung

Als Interessenvertretung versteht sich die Deutsche Schmerzliga, die Betroffenen den Zugang zu angemessener Behandlung erleichtern möchte. Die Schmerzliga ist telefonisch unter (0700) 375 375 375 zu erreichen (montags bis freitags 9 bis 12 Uhr, 12 Cent/Minute), www.schmerzliga.de




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