Qualitätssicherung: Zertifikat "Sport pro Gesundheit"

Das Qualitätssiegel „Sport Pro Gesundheit“ wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer entwickelt, um Kriterien für einen gesundheitsfördernden Sport zu definieren. Das Siegel gibt den Anbietern die Möglichkeit zu zeigen, dass sie diese Kriterien erfüllen. Und es bietet denjenigen, die ein gesundheitsförderndes Angebot suchen, eine Orientierung dafür, was sie von dem jeweiligen Angebot erwarten können. Außerdem sind die Siegelkriterien auch ein wichtiger Bestandteil der Bedingungen, damit Krankenkassen die Kosten eines Präventionskurses ganz oder teilweise übernehmen.

Das Qualitätssiegel „Sport Pro Gesundheit“ wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer entwickelt, um Kriterien für einen gesundheitsfördernden Sport zu definieren. Das Siegel gibt den Anbietern die Möglichkeit zu zeigen, dass sie diese Kriterien erfüllen. Und es bietet denjenigen, die ein gesundheitsförderndes Angebot suchen, eine Orientierung dafür, was sie von dem jeweiligen Angebot erwarten können. Außerdem sind die Siegelkriterien auch ein wichtiger Bestandteil der Bedingungen, damit Krankenkassen die Kosten eines Präventionskurses ganz oder teilweise übernehmen.

Kursangebote, die die folgenden Kriterien erfüllen, können von den Sportverbänden das Siegel „Sport Pro Gesundheit“ erhalten. Das Siegel wird für eine Gültigkeitsdauer von zwei Jahren verliehen.

Das Angebot muss auf eine Zielgruppe und einen Themenbereich zugeschnitten sein.

Als Hauptzielgruppen soll zwischen Angeboten für Kinder und Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen differenziert werden. Weiterhin sollten das Geschlecht, die Bewegungsbiografie (z.B. Anfänger, Fortgeschrittene, Wiedereinsteiger) und das Lebensumfeld, wie Familie, Berufstätige oder sozial Benachteiligte berücksichtigt. Diese Vorgaben flossen auch in die Datenbank des Stadtplans Gesundheitsförderung mit ein. Wählen Sie dazu in der Angebotssuche unter dem Suchkriterium „Zielgruppen“ die passende Angabe aus oder nutzen Sie die Stichwortsuche, um z.B. nach Angeboten für Anfänger zu suchen.

Das Angebot muss einem der Themenbereiche „Herz-Kreislauf“, „Muskel-Skelettsystem“, „Entspannung / Stressbewältigung“ oder „Allgemeiner Präventionssport“ zugeordnet werden können. Auch diese Unterteilung findet sich wieder in der Angebotsdatenbank, wurde jedoch wesentlich zielgenauer in einzelne Angebotsgruppen unterteilt. Wählen Sie dazu in der Angebotssuche unter dem Suchkriterium „Angebotskategorie“ die Kategorie „Prävention bei Vorerkrankungen oder Risikofaktoren“ aus und dann unter dem „Angebotsthema“ die passende Themengruppe, um sich die passenden Angebote anzeigen zu lassen. Die Angebote zu „Entspannung und Stressbewältigung“ finden Sie direkt unter einer eigenen Angebotskategorie.

Die zertifizierten Kurse basieren auf Standardprogrammen, deren gesundheitsfördernde Wirksamkeit wissenschaftlich bewertet wurde und die auch die Grundlage für die Ausbildung der Kursleiter sind. In diesen Programmen sind beispielsweise Zielvorgaben für die Kurse formuliert. So sollen darin bei den Teilnehmern die die Lust auf regelmäßiges Sporttreiben geweckt werden, der allgemeine Fitnesszustand verbessert, das Wohlbefinden durch gemeinsames Sporttreiben gesteigert und auch das Bewusstsein dafür gestärkt werden, wie sich Risikofaktoren für die Gesundheit - wie Übergewicht - vermindern lassen.

Die Übungsleiter der Angebote müssen bestimmte Qualifizierungen nachweisen.

Die Leiter eines Gesundheitssportangebotes werden von den Landessportbünden und Sportverbänden aus- und fortgebildet. Die Angebote, die das Siegel „Sport pro Gesundheit“ tragen, haben Übungsleiter und Trainer, die die Ausbildung „Sport in der Prävention“ auf der 2. Lizenzstufe absolviert haben. Die Ausbildung gliedert sich nach Angaben des Sportbundes in eine Basisausbildung, die mindestens 120 Unterrichtseinheiten umfasst, und eine darauf aufbauende Profilbildung mit mindestens 60 Unterrichtseinheiten. Die Ausbildungsprofile der Leiter der zertifizierten Kurse können mindestens einem der Bereiche „Herz-Kreislauf“, „Muskel-Skelettsystem“, „Entspannung / Stressbewältigung“ oder „Allgemeiner Präventionssport“ bzw. einer der Zielgruppen „Kinder und Jugendliche“, „Erwachsene“ oder „ältere Menschen“ zugeordnet werden. Außerdem sind die Übungsleiter aufgefordert, sich regelmäßig fortzubilden. Sie müssen mindestens 15 Unterrichtseinheiten innerhalb von vier Jahren nachweisen.

Als Übungsleiter der zertifizierten Sportangebote können alternativ auch Personen eingesetzt werden, die über eine höherwertige bewegungs- und sportbezogene Berufsausbildung verfügen. Das können zum Beispiel Sportwissenschaftler und Sport- und Gymnastiklehrer mit nachweislich gesundheitsorientierter Ausrichtung sein, ebenso wie Physiotherapeuten, Krankengymnasten oder Ergotherapeuten mit einer Zusatzqualifikation in der Methodik des Sports sein.

Die Kursangebote folgen einheitlichen Vorgaben zur den Organisationsstrukturen, also Teilnehmerzahl, Dauer und Frequenz der Kurse.

Die Gruppengröße ist auf maximal 15 Teilnehmer je Angebot begrenzt. Damit soll nach den Vorgaben von Sportbund und Ärztekammer eine individuelle Betreuung der Teilnehmer gewährleistet werden.

Das Ziel der zertifizierten Sportangebote ist es, bei den Teilnehmer möglichst dauerhaft das Bedürfnis nach gemeinsamer Bewegung zu erzeugen. Das könne man am besten mit einem Kurs erreichen, der in ein Dauerangebot integriert ist, so das Kalkül der Initiatoren von „Sport pro gesundheit“. Ein zertifiziertes Kursangebot soll also mindestens zehn und maximal 15 Unterrichtsstunden umfassen, die in ein dauerhaftes Angebot münden, wobei wöchentlich mindestens eine Unterrichtsstunde stattfinden muss.

Vor dem Beginn des Kurses sollen die Teilnehmer eine Gesundheitsvorsorgeuntersuchung durchführen lassen.

Die Kurse „Sport pro Gesundheit“ richtet sich besonders an Menschen, die längere Zeit nicht sportlich aktiv waren. Deshalb sollte vor der Teilnahme an einem Sportprogramm eine Gesundheitsvorsorgeuntersuchung empfohlen werden. Das kann zum Beispiel ein Gesundheitscheckup sein, dessen Kosten die gesetzlichen Krankenkassen allerdings erst ab dem 35. Lebensjahr übernehmen. In begründeten Fällen oder bei krankhaften Befunden sollte eine darüber hinausgehende Untersuchung in Abstimmung mit dem Hausarzt vorgenommen werden.
Für Kinder und Jugendliche bis zum 17. Lebensjahr gilt: bei Kindern, die vom Schulsport ausgeschlossen sind oder waren, sollte vor der Aufnahme des Angebotes eine Rücksprache mit dem Hausarzt oder gegebenenfalls. eine Jugenduntersuchung erfolgen.

Dies ist nur eine Auswahl der wichtigsten Kriterien. Sämtliche Kriterien des Zertifikats kann man auf www.sportprogesundheit.de nachlesen.

 

Ingo Bach



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