Qualitätssicherung: Öffentliche Förderung

Viele Anbieter von Präventionsleistungen erhalten öffentliche Fördergelder, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Um diese Förderung zu erhalten, unterwerfen sich diese Anbieter staatlichen Qualitätsvorgaben und –prüfungen.

Viele Anbieter von Präventionsleistungen erhalten öffentliche Fördergelder, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Um diese Förderung zu erhalten, unterwerfen sich diese Anbieter staatlichen Qualitätsvorgaben und –prüfungen.

So werden in Berlin über das Integrierte Gesundheitsprogramm (IGP) unterschiedliche Projekte gefördert, die zur gesundheitlichen Chancengleichheit beitragen sollen. Mit Chancengleichheit ist gemeint, dass auch die Menschen, die zum Beispiel durch Armut, Bildungsferne oder wegen mangelhafter Kenntnisse der deutschen Sprache am Rande der Gesellschaft ein höheres Risiko haben, krank zu werden. Und natürlich haben auch sie wie alle gesellschaftlichen Gruppen ein Recht darauf, dass man ihnen Angebote macht, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Diese sind deshalb niedrigschwellig, sollen also einen leichteren Zugang bieten. So sind Atteste vom Arzt nicht notwendig, um an ihnen teilzunehmen, und sie sind in der Regel kostenfrei. Die Angebote konzentrieren sich auf die Bereiche, die das Gesundheitssystem nicht abdeckt. Zum Beispiel die Drogenberatungsstellen, Drogenkonsumräume, die AIDS-Beratung und vieles mehr. Auch gesundheitsfördernde Angebote und die Unterstützung bei chronischen Krankheiten spielen eine wichtige Rolle.

Die Gelder an die Projekte selbst sind Zuwendungen, die jeweils für ein Jahr bewilligt werden. Danach muss die Unterstützung neu beantragt werden. Im April jeden Jahres legen die Projekte jeweils die Rechenschaftsberichte für das Vorjahr vor. Das sind detaillierte Beschreibungen darüber, was im vergangenen Jahr gemacht wurde: Informationen über die Klienten, das Personal, den Umfang der Beratung und vieles mehr. Die Berichte der Projekte werden in der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales ausgewertet, die jedes Jahr einen Gesamtbericht über das Leistungsgeschehen im IGP erstellt (Link zum aktuellsten Jahresbericht 2011).

Außerdem gibt es zahlreiche Angebote, die direkt vom Staat, also etwa dem Berliner Senat oder den Bezirksämtern, getragen werden und damit der internen Qualitätssicherung unterliegen. Das sind beispielsweise auf Ebene der Bezirke die Gesundheitsämter und  die sogenannten Abteilungen für Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes (QPK) in den Bezirksämtern (zum Beispiel Suchtberatung und andere staatliche Angebote zur Gesundheitsförderung). Auf Ebene des Senates gibt es beispielsweise die Landesstelle für Suchtfragen.

 

Ingo Bach, Anna Ilin



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