Tipps für ein erfolgreiches Training im Fitnessstudio

Wer sich dafür entscheidet, in einem Fitnessstudio mit dem Training zu beginnen, sollte diese einfachen Regeln beherzigen.

Fitnesscheck

Bevor es mit dem Training losgeht, sollte Sie Ihr Trainer in einem gründlichen Gespräch durchchecken. Anhand eines standardisierten Fragebogens werden neben sportlichen Erfahrungen und Trainingszielen auch gesundheitliche Risiken abgeklärt. Folgende Fragen sollten Sie dabei mindestens gemeinsam durchgehen:

  • Sind Sie in ärztlicher Behandlung?
  • Nehmen Sie Medikamente ein?
  • Leiden Sie unter Atemwegserkrankungen?
  • Gibt es Herz-Kreislauf-Erkrankungen?
  • Wie fit ist Ihr Bewegungsapparat?
  • Sind Sie Trainingsneueinsteiger?

Menschen, die älter als 35 Jahre sind und längere Zeit keinen Sport gemacht haben, wird empfohlen, sich vor dem Trainingbeginn von einem Sportmediziner untersuchen zu lassen.

Probetraining

Sie wollen im Fitnessstudio abnehmen oder Ihre Muskeln stählen? Dann werden Sie dort viele Stunden verbringen. Nehmen Sie sich die Zeit, das richtige Fitnessstudio zu finden. Bei einem kostenlosen Probetraining können Sie Angebot, Geräte und Räumlichkeiten testen.

Einige Studios sind zu den Stoßzeiten unerträglich voll. Trainieren Sie auf Probe zu einer Zeit, zu der Sie auch normalerweise das Studio besuchen würden. So bekommen Sie einen Eindruck davon, ob Sie ungestört Ihre Übungen absolvieren können.

Haben Sie keine Hemmungen, den Trainer mit Ihren Fragen zu löchern – nur so erfahren Sie etwas über die Kompetenz des Personals.

Einführung

Anhand Ihrer sportlichen Erfahrung, Ihrer gesundheitlichen Probleme und Ihrer Trainingsziele erstellen Sie mit dem Trainer einen ersten individuellen Trainingsplan.

Lassen Sie sich vom Trainer in die Geräte und Übungen einweisen – nicht nur Trainingseinsteiger können dabei etwas lernen! Am besten ist es, wenn sich ein Coach für Sie ganz allein Zeit nimmt. Einige Fitnessstudios machen aus der Einweisung jedoch eine Gruppenveranstaltung. Achten Sie in diesem Falle darauf, dass Sie nicht zu kurz kommen.

Ausdauertraining

Eigentlich brauchen Sie nur ein paar gute Laufschuhe, um Ihr Herz-Kreislauf-System an der frischen Luft in Schwung zu bringen. Wer aber keine Lust auf Wind und Regen hat, der kann auch im Fitnessstudio auf Laufband, Fahrradergometer oder Crosstrainer seine Ausdauer steigern. Die letzten beiden Geräte können bei Knieproblemen sinnvoll sein.

Krafttraining

Krafttraining stärkt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen. Richtig eingesetzt kann es deshalb einer Osteoporose vorbeugen oder sogar entgegenwirken. Aber auch bei Krankheiten wie eines im Laufe des Lebens entstehenden Diabetes (Typ 2) oder Übergewicht kann Krafttraining positive Effekte haben. Trainingseinsteiger beginnen am besten mit Maschinen, die spezielle Übungen für unterschiedliche Muskelgruppen bieten. Da dort keine Gewichte herunterfallen können. Geübtere Sportler können mit freien Gewichten, wie beispielsweise Hanteln, auch etwas für ihre Koordination tun.

Besonders gesundheitsfördernd ist das so genannte Kraftausdauertraining, bei dem im Vergleich zum reinen Krafttraining mit leichteren Gewichten, dafür jedoch mit mehr Wiederholungen und kürzeren Pausen trainiert wird. Während beim anhaltenden Ausdauertraining der Körper während des Sports Kalorien verbrennt, ist der Energieverbrauch beim Krafttraining größtenteils nachgelagert. Der Körper verbrennt also noch lange nach Trainingsende Kalorien.

Abwechslung bringt's!

Variieren Sie Ihre Übungen. Nutzen sie beispielsweise Schlingen, um neue Trainingsimpulse zu setzten. Auch bei der Wiederholungszahl können Sie neue Reize hinzufügen: Acht bis 15 Wiederholungen fördern den Muskelaufbau, 15 bis 25 die Kraftausdauer. Variieren Sie die Pausendauer. Je kürzer die Unterbrechung zwischen den Trainingssätzen, desto stärker wird die Kraftausdauer trainiert. Bringen Sie Abwechslung in die Trainingshäufigkeit. Sie können sich beispielsweise in einer Woche drei Mal 60 Minuten lang auspowern und in der anderen fünf Mal à 30 Minuten.

Pausen und Erholung

Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich auf das Training einzustellen. Knochen, Sehnen und Knorpel passen sich nur langsam den neuen Belastungen an und können im Gegensatz zu einem überlasteten Muskel kaum Warnsignale an den Körper senden. Deshalb sollten Sie eine Zeit lang auf dem gleichen Leistungsniveau, trainieren bevor Sie die Gewichte erhöhen oder Laufstrecke verlängern. Auch Pausen, in denen sich der Körper regenerieren kann, sind wichtig. Genaueres sollte Ihr individueller Trainingsplan enthalten.

Evaluation

Mindestens alle drei Monate sollten Sie gemeinsam mit einem Trainer Ihre Fortschritte überprüfen und den Trainingsplan neu anpassen. Eine Stunde sollte sich der Coach dafür mindestens einplanen.

Dranbleiben!

Viele Menschen beginnen hoch motiviert ihr Training, doch nach ein paar Wochen verlieren sie die Lust. Bleiben Sie dran! Suchen Sie sich Freunde, mit dem Sie ins Fitnessstudio gehen können – zusammen macht das Training oft mehr Spaß. Außerdem können Sie sich so schwerer vor dem Sport drücken.

Besonders wenn Sie beim Kraftsport Gewichte stemmen, sollten Sie den Blick auf die Waage vergessen. Denn Muskeln sind schwerer als Fett! Obwohl Sie beim Training Fettpolster verbrennen, kann es sein, dass die Waage nicht weniger Gewicht anzeigen wird. Trotzdem werden Sie merken, dass Sie sich bald fitter fühlen werden.

 

Frieder Piazena



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