Schutzkleidung - für weniger Verletzungen bei der Arbeit:

Der TÜV Rheinland meldet, dass obwohl die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Deutschland im Jahr 2010 von rund 505 auf 455 sank, die Zahl der Unfälle insgesamt leicht zunahm: Die gesetzliche Unfallversicherung erfasste knapp 890.000 Unfälle, die zu einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens drei Tagen führten

Der TÜV Rheinland meldet, dass obwohl die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Deutschland im Jahr 2010 von rund 505 auf 455 sank, die Zahl der Unfälle insgesamt leicht zunahm: Die gesetzliche Unfallversicherung erfasste knapp 890.000 Unfälle, die zu einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens drei Tagen führten.

Deshalb informiert der TÜV über das richtige Tragen von Schutzkleidung. Diese sei eine wichtige Maßnahme, um Verletzungen am Arbeitsplatz zu vermeiden. Werner Lüth, Sicherheitsingenieur und Leiter des Fachgebietes Arbeitssicherheit bei TÜV Rheinland sagt, "fast im gesamten gewerblichen Bereich ist das Tragen von persönlicher Schutzkleidung erforderlich, aber auch bei der Feuerwehr, der Polizei oder beim Einsatz als Rettungssanitäter." Die konkreten Gefährdungen sind so vielfältig wie die Branchen selbst. Zu den häufigsten persönlichen Schutzmaßnahmen gehören Augen-, Gehör-, Hand-, Atem-, Fuß- und Körperschutz.

Schutzkleidung ist in verschiedene Kategorien eingeteilt: Kategorie I schützt vor geringfügigen Risiken. Darunter fallen zum Beispiel Gartenhandschuhe oder Sonnenbrillen. Kategorie III soll gegen tödliche, ernste oder irreversible Gefahren schützen und umfasst unter anderem Atemschutzgeräte und Chemikalienschutzhandschuhe. Zur Kategorie II zählt alles, was nicht durch die beiden anderen Kategorien erfasst wird, beispielsweise Industrieschutzhelme.

Für das Aussuchen und Bereitstellen der Schutzausrüstung sei der Arbeitgeber zuständig. Andererseits liege es in der Verantwortung des Arbeitnehmers, den Stand der Ausrüstung vor Gebrauch zu überprüfen und gegebenenfalls Schäden zu melden. Wer bewusst auf das Bereitstellen oder Tragen verzichte, begehe eine Ordnungswidrigkeit, die zu einem Bußgeld und bei einem Unfall auch zu Versicherungsproblemen führen kann.

"Zwar wird die Gefahr am Arbeitsplatz noch viel zu oft unterschätzt, insgesamt lässt sich jedoch ein positiver Trend beobachten: Die Tragequote von persönlicher Schutzausrüstung ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen", resümiert Lüth. Werden Beschäftigte ausreichend informiert, warum das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung erforderlich ist, steigt die Akzeptanz dieser Maßnahme. Wichtig ist dabei auch, dass die Kleidung einen guten Tragekomfort besitzt und bei der Arbeit nicht behindert.



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