Krankenkassen und Zahnärzte vereinbaren zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen bei Kleinkindern für ein gesundes Gebiss

Um die zahnmedizinische Prävention für Kleinkinder zwischen dem sechsten und 30. Lebensmonat zu verbessern, haben die Barmer GEK und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin eine Vereinbarung getroffen. In Berlin könnten rund 7000 Kinder von ihr profitieren. Kosten entstehen den Eltern durch die zusätzlichen Früherkennungsuntersuchungen nicht.

Die Vorbeugung gegen Zahnerkrankungen ist gerade bei Kleinkindern ein effektives Präventionsinstrument, werden doch in dieser Zeit schon einige Grundlagen für eine spätere gesunde Gebissentwicklung gelegt. Um diese Vorsorge zu verbessern, haben die Barmer GEK und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin (KZV Berlin) eine Vereinbarung getroffen. Kleinkinder zwischen dem sechsten und 30. Lebensmonat, die bei der Barmer GEK versichert sind, können zwei Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch nehmen, bei denen unter anderem das Kariesrisiko der Mädchen und Jungen eingeschätzt wwerde, teilten die Vertragspartner mit. Für Kinder, bei denen während der Früherkennungsuntersuchungen eine Kariesvorstufe entdeckt wird, sind zusätzlich Behandlungen mit Fluorid an den betroffenen Zähnen möglich. Gesetzlich vorgesehen seien solche individuellen dentalen Präventionsleistungen eigentlich erst ab zweieinhalb Jahren.

"Kleine Kinder sollten so früh wie möglich beim Zahnarzt sein, damit Schäden an den (Milch-)Zähnen effizient und schonend behandelt werden können", sagt Jörg-Peter Husemann, Vorsitzender des Vorstandes der KZV Berlin. Erfahrungsgemäß brechen die ersten Zähne nach etwa sechs Monaten durch, und nicht selten entstehen bereits in dieser Zeit durch zuckerhaltige Getränke und Speisen oder Fehler beim Zähneputzen erste Kariesherde.

Die Vereinbarung trat zum 1. Januar 2014 in Kraft. In Berlin könnten rund 7.000 Kinder von ihr profitieren. Kosten entstehen den Eltern durch die zusätzlichen Früherkennungsuntersuchungen nicht.

Eine ähnliche Vereinbarung haben bereits die AOK Nordost und die KZV Berlin im Herbst 2013 geschlossen. Denn jedes zweite Kind hat bis zur Einschulung schon einmal
Karies gehabt. Zahnärzte raten deshalb zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen ab dem 1. Zahn.  Die AOK Nordost hat dazu das Programm Junge Zähne gestartet.



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