Tagesspiegel-Archiv: Sterbehilfe - Der letzte Wille

Ob sie Schmerzen haben, lässt sich manchmal nur erahnen. Was sie wünschen, ebenso. Lebensverlängernde Maßnahmen dürfen abgebrochen werden, das beschloss der BGH. Nun müssen oft Angehörige über das Schicksal Todkranker entscheiden. Drei Beispiele.


Ein Ritual hat Ines Brauer* auch beibehalten, als alles andere längst anders war. Jahrelang hat ihr Mann jeden Tag eine Rose für sie mitgebracht. Seit zwei Jahren, seit ihr Mann im Wachkoma liegt, bringt sie ihm eine Rose, jeden Tag.

Ines Brauer, 69, hat das Ritual ihrem Leben angepasst. Sie hat es verändert, umgedreht, weil es anders nicht mehr ging. Sie zitiert es aus ihrem alten Leben, um wenigstens etwas davon in ihr heutiges zu retten. Nur ihr Mann, der früher Teil des Rituals war, nimmt es heute nicht mehr wahr. Wahrscheinlich nicht.

Wachkoma, das bedeutet: Nichts ist sicher. Durch schwere Schädigungen des Gehirns scheinen Patienten zu schlafen und vorübergehend aufzuwachen. Wie viel ihnen bewusst wird, wie viel sie fühlen, ist unklar, die Einschätzung, ob sich der Zustand der Patienten jemals bessern wird, eine Gratwanderung.


weiterlesen auf www.tagesspiegel.de (Artikel erschienen am 27. Oktober 2010)




Artikelsuche ?

Tagesspiegel GESUND

Tagesspiegel Gesund 08 Tagesspiegel Gesund 09 Tagesspiegel Gesund 10

Fachkompetentes Praxiswissen informativ aufbereitet
Informationen zu Behandlungsmethoden und Gesundheitstrends aus Berlin und Umgebung
Von der Gesundheitsberater-Berlin-Redaktion

Aktuell am Kiosk oder direkt im
Tagesspiegel-Shop

Wir liefern Qualität

Erfahren Sie mehr darüber, wie unsere Texte entstehen, wie die Daten geprüft werden und wie sich das Portal finanziert.
Jetzt informieren.

Sie sind uns wichtig und wir freuen uns über Ihre Meinung zu unserem Portal. Welche Themen andere Leser interessierten lesen sie unter Leser fragen - die Redaktion antwortet