Tagesspiegel-Archiv: Das Dorf am Ende des Lebens

Keine Alten-WG, kein Pflegeheim, kein Generationenhaus: Im Emsland entsteht ein ganzer Ort nur für Menschen jenseits der 60. Wer hier wohnt, flieht in die Gewissheit: Den Nachbarn geht’s wie mir.


Vor allem will sie sich keine Sorgen mehr machen müssen. Um nichts. “Raus”, sagt sie – und denkt an ihr altes Haus in Hessen. 38 Jahre haben sie darin gewohnt, mehr als ihr halbes Leben lang. Sie ist 61. Und jetzt soll es noch mal von vorne losgehen. Oder ein letztes Mal, das ist Ansichtssache. “Raus”, sagt sie – und denkt auch an ihr altes Leben.

Nun steht sie in Meppen, Emsland, flach, grün, leichter Wind. In ihrem Rücken türmt sich ein Berg aus Bauschutt und Sand in den Himmel, vor ihr öffnet sich die Tür eines rötlich verklinkerten Häuschens. Modell Goldmohn, Gesamtwohnfläche 94,07 Quadratmeter, abgerundete Möbelkanten, breite Türen, ein geräumiges Bad.

Grundstück und Haus sind zu haben für etwa 178 000 Euro. In der Nachbarschaft: Häuser, die Anemone und Sonnentau heißen, und Männer und Frauen, die außer ihren Autos auch Rollatoren und Gehstöcke bewegen.

Sie steht in Deutschlands erstem Seniorenwohnpark.


weiterlesen auf www.tagesspiegel.de (Artikel erschienen am 18. Oktober 2010)




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