Hintergrund: Gesünder altern

Zwar steigt die Zahl der Pflegebedürftigen, doch viele benötigen weniger Hilfe. “Die Deutschen altern gesünder”, lautet demnach das Fazit des GEK-Pflegereport 2009

Obwohl die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigt, ist das Risiko, im Alter bettlägerig oder hilfsbedürftig zu werden, gesunken. “Die Deutschen altern gesünder”, lautet das Fazit des 2009 veröffentlichten Pflegereports der Gmünder Ersatzkasse (heute Barmer-GEK). Dass die Zahl der Pflegebedürftigen seit 2000 um 231 000 auf 2,25 Millionen gestiegen ist, sei nur der wachsenden Zahl älterer Menschen geschuldet. Das Auftreten von Pflegebedürftigkeit hat sich zwischen 2000 und 2008 deutlich verringert – bei Männern um acht, bei Frauen sogar um 25 Prozent. Männer sind im Schnitt 2,48 Jahre pflegebedürftig, bis sie versterben, Frauen 3,67 Jahre.

Im Sinne geringerer Pflegebedürftigkeit sei auch zu deuten, dass immer weniger Betroffene gleich den “schweren” Pflegestufen II und III zugeordnet würden. Die Vorstellung, dass sich die Pflegestufe im Laufe des Lebens nach und nach immer weiter erhöhe, treffe nur auf vier von zehn Bedürftigen zu. In eine niedrigere Pflegestufe allerdings schafften es in dem untersuchten Acht-Jahres-Zeitraum nur gerade mal 1,9 Prozent der Betroffenen. Dies zeige, dass noch “Rehabilitationspotenziale” vorhanden seien, so die Autoren der Studie.

Und trotz des augenscheinlich besseren Gesundheitszustandes: Die Wahrscheinlichkeit, im Alter zum Pflegefall zu werden, bleibt hoch. Grob gesagt trifft es am Ende mittlerweile jeden Zweiten.



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