Die Ärztin im Berliner Giftnotruf

Daniela Acquarone, 51, Klinische Toxikologin

Giftnotrufberaterin.JPG
Foto: Mike Wolff

Name

Daniela Acquarone, 51

Beruf

Klinische Toxikologin

Alltag

Was tun, wenn das Kind Spülmittel geschluckt hat oder wenn man vermutet, Giftpilze gegessen zu haben? Der Berliner Giftnotruf ist unter (030) 19240 rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche erreichbar. Er wurde 1963 als erstes Giftinformationszentrum Deutschlands gegründet, existiert also seit fast 50 Jahren. Er befindet sich auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik und ist seit 2012 der Charité eingegliedert . Daniela Acquarone, geboren im italienischen Sanremo, ist stellvertretende Leiterin des Giftnotruf-Teams, das aus elf Ärzten und zwei Krankenschwestern besteht.

Aus Interesse für Berlin kam sie vor 25 Jahren in die Stadt, sie hat hier Medizin studiert. “Unsere Anrufer, häufig Eltern, sind in der Regel recht aufgeregt”, erzählt sie. Als Erstes muss eine kurze Anamnese erstellt werden: “Wir müssen die richtigen Fragen stellen, etwa: Was ist passiert? Was haben Sie bereits unternommen?” Dann erst gibt Daniela Acquarone Anweisungen, was zu tun ist. Bei Kleinkindern sei – anders als bei Jugendlichen und Erwachsenen – in 60 Prozent der Fälle keine Behandlung im Krankenhaus nötig, sagt sie. “Damit vermeiden wir auch Unruhe, Wege, unnötige Behandlungen und Kosten für die Kassen.”



Artikelsuche ?

Tagesspiegel GESUND

Tagesspiegel Gesund 08 Tagesspiegel Gesund 09 Tagesspiegel Gesund 10

Fachkompetentes Praxiswissen informativ aufbereitet
Informationen zu Behandlungsmethoden und Gesundheitstrends aus Berlin und Umgebung
Von der Gesundheitsberater-Berlin-Redaktion

Aktuell am Kiosk oder direkt im
Tagesspiegel-Shop

Wir liefern Qualität

Erfahren Sie mehr darüber, wie unsere Texte entstehen, wie die Daten geprüft werden und wie sich das Portal finanziert.
Jetzt informieren.

Sie sind uns wichtig und wir freuen uns über Ihre Meinung zu unserem Portal. Welche Themen andere Leser interessierten lesen sie unter Leser fragen - die Redaktion antwortet