Der Psychiater, der Internet-Süchtigen hilft

Dirk Schmoll, 52, Oberarzt der Abteilung für Psychiatrie an der Schlosspark-Klinik Charlottenburg

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Dirk Schmoll, Foto: Mike Wolff

Name

Dirk Schmoll, 52

Beruf

Oberarzt der Abteilung für Psychiatrie an der Schlosspark-Klinik Charlottenburg

Alltag

Das Internet macht es leicht, wichtigen Entscheidungen auszuweichen – durch stundenlanges Chatten und Spielen. Dabei kann man viel Zeit und Geld verlieren. “Experten nehmen Onlinesucht zunehmend als Verhaltensstörung ernst”, sagt Dirk Schmoll, der an der Schlosspark-Klinik mehrere Selbsthilfegruppen betreut. Jetzt hat er eine Gruppe für diejenigen ins Leben gerufen, die mehr Zeit im Internet verbringen, als ihnen guttut und ihr berufliches und privates Leben schädigen.


“Die Teilnehmer berichten von typischen Entzugserscheinungen wie Kribbeln und Sehnsucht nach dem Computer, wenn sie nicht online sind”, erzählt er. Ziel ist, dass sie selbst individuelle Lösungsstrategien entwickeln. Bisher nehmen nur Männer teil, der jüngste ist 18, der älteste 64. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Gruppe trifft sich jeden Donnerstag von 18–19.30 Uhr im Ärztehaus der Schlosspark-Klinik, Heubnerweg 2, 1. OG, Raum 122, Tel. 32 64 15 35.


(erschienen am 16. Oktober 2011)




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