Der Parkinson-Arzt

Andreas Kupsch, Leiter der Ambulanz für Bewegungsstörungen an der Klinik für Neurologie der Charité

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Foto: Mike Wolff

Name

Andreas Kupsch

Beruf

Leiter der Ambulanz für Bewegungsstörungen an der Klinik für Neurologie der Charité

Alltag

Seitdem er 1996 am Virchow-Klinikum anfing, kämpft Andreas Kupsch gegen Morbus Parkinson. Bis zu 1000 Patienten sieht er jedes Jahr. Das noch immer unheilbare Nervenleiden entsteht, weil im Gehirn nach und nach die Zellen absterben, die für die Produktion von Dopamin zuständig sind. Dieser Botenstoff leitet Informationen an andere Gehirnzellen weiter, die im Körper die Bewegungen steuern.


Bei Dopaminmangel gerät die Motorik durcheinander – Lähmungen und ein starrer Gesichtsausdruck sind die Folge. Auch Sprechen und Schlucken fällt schwerer. “Durch die unkontrollierte Anspannung entgegenwirkender Muskeln zittern die Patienten”, erklärt Kupsch. Meist tritt Parkinson bei Über-60-Jährigen auf.


In Deutschland gibt es derzeit etwa 350 000 Parkinson-Kranke. Zwar kann ihnen durch Dopamin und andere Medikamente geholfen werden. Aufhalten lässt sich die Krankheit aber nicht. Seit ein paar Jahren setzt Kupsch zusammen mit Chirurgen auch Hirnschrittmacher ein, die elektrische Signale erzeugen und die Fehlimpulse der Nerven unterdrücken. “In Berlin sind wir die einzigen, die das machen”, sagt er.


Anmerkung der Redaktion: Der Artikel erschien 2006. Andreas Kupsch wechselte im Jahr 2012 von der Charité in eine Neurologische Gemeinschaftspraxis.



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