Speiseröhrenkrebs

Speiseröhrenkrebs, so vermuten Mediziner, wird durch Tabakkonsum oder Alkoholmissbrauch, aber auch durch scharfe Speisen verursacht. Eine Operation verspricht die besten Heilungschancen

Krankheitsbild

Erklärung:

Die Speiseröhre eines Erwachsenen ist ein etwa 25 Zentimeter langer und rund ein Zentimeter dicker Muskelschlauch. An beiden Enden befindet sich jeweils ein Schließmuskel, der sich beim Schlucken öffnet. Speiseröhrenkrebs kann zu einer erheblichen Einschränkung der Nahrungsaufnahme führen. 

Symptome:

Erst im fortgeschrittenen Stadium machen sich die typische Beschwerden bemerkbar. Ernstzunehmende Symptome sind ungewöhnliches Würgen beim Schlucken, ein Druckgefühl hinter dem Brustbein, wiederholtes Sodbrennen und massive Verdauungsstörungen. Zudem können Betroffene Blut erbrechen, unter einer besonders heiseren Stimme leiden und zunehmend Gewicht verlieren.

Ursache:

Die genauen Ursachen für Speisenröhrenkrebs sind noch unbekannt. Vor allem Rauchen und Alkoholmissbrauch sollen die Tumorkrankheit begünstigen, sagen Onkologen, auf Krebs spezialisierte Mediziner. Aber auch sehr scharfe Speisen, eine fettreiche Ernährung, Übergewicht und Entzündungen der Speiseröhrenschleimhaut aufgrund eines Säure- und Gallensaftrückfluss in die Speiseröhre kann eine Erkrankung begünstigen.

Zahlen:

Jedes Jahr erkranken rund 5000 Menschen bundesweit an Speiseröhrenkrebs.

Behandlung

Diagnostik:

Ärzte diagnostizieren den Tumor mithilfe von verschiedenen bildgebenden Verfahren wie Röntgenaufnahmen und Computertomografie. Außerdem sind eine Speiseröhrenspiegelung, die Entnahme von Gewebeproben und Blutanalysen üblich.

Therapie:

Bei Speiseröhrenkrebs verspricht eine Operation die besten Heilungschancen. Der genaue Ort und die Ausdehnung des Tumors entscheiden über den Umfang des chirurgischen Eingriffs. In einem sehr frühen Stadium kann es ausreichen, das Krebsgeschwür aus der Schleimhaut auszuschaben. In fortgeschrittenen Stadien entfernen die Chirurgen in komplexen Operationen die Speiseröhre entweder teilweise oder vollständig. Bei einer teilweisen Entfernung der Speiseröhre ersetzt ein Stück des Dünndarms den kranken Teil des Muskels. Bei einer vollständigen Entfernung der Speiseröhre wird der Magen nach oben geschoben und unter Umständen durch ein Stück des Dickdarms erweitert.

Vor oder nach der Operation ist zuweilen eine Strahlentherapie nötig. Neben der Bestrahlung von außen kann eine zusätzliche Bestrahlung von innen durchgeführt werden. Zu Komplikationen kann es kommen, wenn der Tumor akut die Nahrungsaufnahme behindert. Dann müssen Ärzte ein spezielles Drahtgeflecht in die Speiseröhre einsetzen, um den Nahrungsweg frei zu halten. Ist eine Operation bei fortgeschrittenem Krebsbefall nicht mehr möglich, wird eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie angesetzt.

 


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