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Cédric Oschlies, 3 (Tropf-Infusion)

Foto: Uwe Steinert

Foto: Uwe Steinert

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Cédric Oschlies, 3

Diagnose: Magen-Darm-Infektion
Behandlung: Tropf-Infusion
Klinik: Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau


Vorgeschichte:

Cédric Oschlies ist ein kleiner Wirbelwind, der kaum stillsitzen mag. „Mein Sohn ist ­extrem lebhaft“, bestätigt seine ­Mutter Bianca lachend. Umso erschrockener war sie, als der Dreijährige plötzlich nicht mehr aus dem Bett aufstehen, sondern nur noch schlafen wollte. Eine Betreuerin aus der Kindertagesstätte hatte zuvor Bianca Oschlies angerufen: Cédric hatte starke Bauchschmerzen. Sie holte ihn ab. „Als wir zu Hause ­waren, hat er sich dann zum ersten Mal übergeben“, sagt die Mutter.


Das Erbrechen hielt an, Durchfall und hohes Fieber kamen hinzu. Der Kinderarzt verschrieb ein Mittel gegen Fieber und Erbrechen. „Zuerst hat das auch gewirkt, doch dann ging es Cédric wieder schlechter“, ­beschreibt seine Mutter den Krankheitsverlauf. Er erbrach sich stündlich, konnte weder Nahrung noch Flüssigkeit bei sich behalten; zunehmend wurde der sonst so ­aufgeweckte Junge apathisch. „Er hat gar nicht mehr reagiert – da habe ich Panik ­bekommen.“ Bianca Oschlies fuhr mit ihrem Sohn umgehend ins Krankenhaus.


Behandlung:

Da herkömmliche Mittel wie Zäpfchen gegen das Erbrechen bei ihm keine Wirkung mehr zeigten, legten die Ärzte Cédric an den Tropf. Er erhielt eine Elektrolytlösung, die vorrangig aus Wasser und lebenswichtigen Blutsalzen wie ­Kalium und Natrium besteht. Dadurch, dass die Lösung über die ­Vene direkt ins Blut gelangt, kann sie nicht erbrochen werden, sondern bleibt im Körper. Zusätzlich zu den Infusionen bekam Cédric auch „richtige“ Nahrung – nach einer speziellen Diät. Cédric erholte sich schnell: Bereits nach 24 Stunden konnten die Ärzte ihn vom Tropf erlösen. „Kaum ging es ihm besser, zählte er all die Sachen auf, die er gerne essen würde“, freut sich seine Mutter, die im Krankenhaus die ganze Zeit bei ihm blieb.


Das Leben danach:

Nach drei ­Tagen im Krankenhaus ist Cédric schon wieder fast der Alte: Er malt, spielt, läuft im Krankenzimmer herum, versteckt sich im Schrank. Und er freut sich, dass der Klinikaufenthalt nun zu Ende geht: „Hier ist es so langweilig“, beschwert er sich. Auch seine Mutter ist froh, dass sie nun wieder nach Hause können. Dort wird sie ihn noch ein paar Tage behalten. Danach kann der kleine Wirbelwind wieder in die Kita.


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Magdalene Weber/ Foto: Uwe Steinert

Artikel zuletzt aktualisiert am: 19.01.2012

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