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Starkes West-Ost-Gefälle bei Kaiserschnitten

Mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands gibt es bei Kaiserschnitt-Entbindungen noch ein starkes West-Ost-Gefälle. Das teilte die Techniker Krankenkasse (TK) in Berlin mit und beruft sich auf eigene Erhebungen.

Während in Berlin und den östlichen Bundesländern zwischen 21,1 Prozent (Sachsen) und 30,2 Prozent (Mecklenburg-Vorpommern) der Babys auf dem Operationstisch zur Welt kommen, sind es in den westlichen Bundesländern zwischen 31,6 Prozent in Hamburg und 38 Prozent im Saarland.

“Die starken regionalen Unterschiede bei Kaiserschnitt-Geburten deuten möglicherweise darauf hin, dass nicht allein medizinische Gründe ausschlaggebend sind, ob ein Kind auf natürlichem Weg das Licht der Welt erblickt oder per Operation”, sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin. Frauen, die Angst vor den Schmerzen einer natürlichen Geburt haben und an einen Kaiserschnitt denken, könnten sich ausführlich über Risiken und mögliche Alternativen beraten lassen. Jede Schwangere habe die Möglichkeit, sich intensiv bei einer Vertragshebamme über die Vor- und Nachteile verschiedener Geburtsarten zu informieren. Die Kosten übernähmen die gesetzlichen Krankenkassen.


(übermittelt am 4. Mai 2011)


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Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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