Betriebskrankenkasse fördert Frühgeburten-Vorsorge in Berlin
Ultraschall ist wichtig für die Frühgeburten-Vorsorge, Foto: BKK-VBU
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In Berlin kommen jährlich etwa 1700 Säuglinge zu früh auf die Welt. Gleichzeitig ist fast jede dritte Entbindung in Deutschland ein Kaiserschnitt und die Zahlen steigen weiter an. Die Ursachen von Frühgeburten könnten unterschiedlich sein und reichen von Erkrankungen der Schwangeren über Stress bis hin zu Infektionen. Die Krankenkasse BKK-VBU übernehme deshalb im Rahmen des Vertrages zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen, die von den teilnehmenden Gynäkologinnen und Gynäkologen ergänzend im Zuge der regelmäßigen Vorsorgetermine durchgeführt würden, teilte die Kasse mit. Zu diesen Untersuchungen, die von derzeit 86 Gynäkologinnen und Gynäkologen der Verbundversorgung Berlin-Brandenburg durchgeführt werden, gehörten ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes mit dem Glukose-Toleranz-Test, ein Toxoplasmose-Screening und ein B-Streptokokken-Test.
Um den Trend zu immer mehr Kaiserschnitten entgegen zu wirken, habe man mit den Partnerkliniken vereinbart, dass sie die werdenden Mütter zur natürlichen Entbindung beraten, so die Kasse in ihrer Mitteilung. Denn die Anstrengungen, die eine natürliche Geburt auch für das Baby bedeuten, sind für die Entwicklung und das Immunsystem der Säuglinge sehr wichtig. Schwangere BKK-VBU-Versicherte, die sich entscheiden, im Sana Klinikum Lichtenberg oder im St. Gertrauden Krankenhaus zu entbinden, erhalten außerdem beim Besichtigungs- und Beratungstermin kostenfrei spezielle Selbsttesthandschuhe. Damit können sie den vaginalen ph-Wert kontrollieren, der auf mögliche Scheideninfektionen hinweist. Da vaginale Infektionen zu den häufigsten Ursachen für Frühgeburten zählen, kann bei Veränderungen schnell und rechtzeitig eingegriffen werden. Mit den Partnerkliniken wurde außerdem vereinbart, dass die werdenden Mütter eine Aufnahmegarantie für die Entbindung erhalten und vorzugsweise in einem Zweibettzimmer untergebracht werden. Um die Leistungen in Anspruch nehmen zu können, reicht eine Unterschrift unter die Teilnahmeerklärung bei einem der Gynäkologen oder Krankenhäuser. Der Vertrag soll laufend ausgebaut werden.
(übermittelt am 01.09.2011)
Artikel zuletzt aktualisiert am: 05.10.2011
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