Deutsche fürchten sich am meisten vor Krebs
Bruns verweist auf die geringe Teilnahme an den gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen, die seine Sorgen bestätigten: Denn nur drei von vier Frauen (74%) und nicht mal jeder zweite Mann (46%) nutzen auch die Möglichkeit zur Vorsorge, die im Falle einer Erkrankung die Heilungschancen steigere, so Bruns.
Laut Studie sind es mit 81 Prozent überdurchschnittlich die 14- bis 29-Jährigen, die sich vor Krebs ängstigen. Der Generalsekretär befürchtet deshalb weiter, dass sich die Ängste in der Bevölkerung manifestieren und die Krankheit Krebs dadurch zum gesellschaftlichen Tabu wird.
„Wir bieten in Zusammenarbeit mit unseren Landeskrebsgesellschaften konkrete Angebote gegen die Angst. Die Bürgerinnen und Bürger können sich in den Krebsberatungsstellen kompetent zu Möglichkeiten der Krebsvermeidung und Früherkennung in einem persönlichen Gespräch beraten lassen“, erklärt Bruns und fügt an: „Nur wer wirkliche Handlungsoptionen kennt, kann auch seine Ängste besiegen“.
Die Überlebensaussichten für Krebspatientinnen und -patienten haben sich in Deutschland in den letzten Jahren insgesamt erheblich verbessert. Die zuletzt veröffentlichten 5-Jahres-Überlebensraten für Frauen lagen zwischen 61 % bis 62 %, für Männer zwischen 54 % und 57 %. „Auch dieser Trend sollte den Bürgerinnen und Bürgern Mut machen, unsere Angebote gegen die Angst wahrzunehmen“, so Bruns.
(übermittelt am 10. November 2010)
Hintergrund zur Studie:
Das Forsa-Institut führte für die DAK vom 11. bis 29. Oktober 2010 eine bundesweite und repräsentative Befragung von 3.015 Männern und Frauen durch. Die Studie erhalten Sie unter: www.presse.dak.de
Hintergrund zu Krebs:
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www.krebsgesellschaft.de/krebsberatung
Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011
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