Berlins erster gefäßchirurgischer Hybrid-Operationssaal in den DRK Kliniken Berlin-Mitte eröffnet
Am 14. Mai 2011 sei Berlins nach eigenen Angaben erster gefäßchirurgischer Hybrid-Operationssaal in den DRK Kliniken Berlin-Mitte eröffnet, teilte das Krankenhaus mit. Dieser OP-Saal vereine diagnostische Maßnahmen mit gefäßchirurgischen Eingriffen. So ermögliche der knapp drei Meter lange, kipp- und längsverschiebbare Röntgentisch während Gefäßoperationen, jederzeit Röntgenaufnahmen durchzuführen und diene gleichzeitig als Operationstisch. Daneben verfüge der OP-Saal über ein flexibel steuerbares, hochauflösendes Durchleuchtungsgerät (Digitale Angiografieanlage), mit der Gefäße dargestellt werden können. Der Chirurg navigiere dazu das Röntgengerät und die Lage des Patienten per “Joystick”.
Durch die Kombination aus Diagnostik und Therapie soll eine noch schnellere Behandlung ermöglicht werden. So könne im neuen OP künftig bei akuten Gefäßnotfällen ein und dasselbe Team sowohl diagnostizieren als auch therapieren. Neben der kürzeren Wartezeit bis zur Behandlung in Notfällen werde auch die Operationszeit und die Strahlenbelastung für den Patienten verringert. Patienten, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Begleiterkrankungen nicht konventionell operiert werden könnten, ermögliche der neue Hybrid-Operationssaal minimal-invasive Behandlungsmöglichkeiten.
Neben dem neuen Hybrid-Operationssaal wurden auch ein neuer OP-Trakt mit weiteren drei Operationssälen und eine neue Rettungsstelle errichtet. Für das gesamte Bauprojekt betrage das Investitionsvolumen rund zehn Millionen Euro. 5,8 Millionen Euro werden davon vom Land Berlin getragen. In dem 2,2 Millionen Euro teuren Hybrid-OP plant das Krankenhaus circa 500 bis 600 Operationen jährlich durchzuführen.
(übermittelt am 14. Mai 2011)
Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011
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