Hintergrund: Spiegelbild der Lunge
Auf dem Röntgenbild ist ein verdächtiger Schatten. Eine Lungenspiegelung sorgt für Klarheit
Wann wird eine Lungenspiegelung durchgeführt?
Eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) dient der Klärung von verdächtigen Röntgenbefunden. Indikationen können auch chronischer Husten oder blutiger Auswurf sein, die ein Hinweis auf einen Bakterienbefall, einen Lungenabszess oder Lungenkrebs sein können. Bei einem Lungentumor ist die Lungenspiegelung in Kombination mit der zusätzlichen Entnahme von Gewebeproben neben der Computertomografie und dem Röntgen das wichtigste Diagnoseinstrument. Auch bei einer schweren Lungenentzündung wird manchmal eine Bronchoskopie durchgeführt, um den Krankheitserreger zu identifizieren und andere Erkrankungen des Organs auszuschließen.
Welche Behandlungen lassen sich mit einer Lungenspiegelung vornehmen?
Mögliche Behandlungen sind das Absaugen von Sekret, die Stillung von Blutungen in den Atemwegen, das Entfernen von Fremdkörpern oder die Implantation von Prothesen (Stents) zur Offenhaltung der Atemwege.
Wie wird eine Lungenspiegelung durchgeführt?
Das Instrument, mit dem eine Lungenspiegelung vorgenommen wird, ist das Bronchoskop. Dabei handelt es sich um einen etwa bleistiftdicken biegsamen Schlauch (flexible Spiegelung) oder ein etwas dickeres nicht biegsames Metallrohr. Wird dieses Instrument benutzt, spricht man von einer starren Spiegelung. Daran angebracht sind jeweils eine Kamera, eine Lichtquelle, Zugänge für das Spülen und Absaugen sowie Kanäle zum Einführen weiterer Instrumente.
Bei einer starren Spiegelung, die dem Arzt mehr Möglichkeiten der Untersuchung bietet, ist eine Vollnarkose nötig. Bei einer flexiblen Spiegelung reicht in der Regel ein Betäubungsmittel. In beiden Fällen wird das Bronchoskop durch Nase oder Mund vorbei am Kehlkopf, durch die Luftröhre bis in die Bronchien geschoben. Die gesamte Untersuchung dauert etwa 20 Minuten. Patienten sagen, die Spiegelung verursache keine Schmerzen.
Welche Risiken gibt es?
Nach einer Bronchoskopie kann es zu Blutungen kommen, zu Fieber, zu einer Ansammlung von Luft im Brustfellraum oder Herz-Kreislauf-Problemen. Schwer Herz-Lungen-Kranke sollten mit dem Arzt klären, ob eine Spiegelung ratsam ist.
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mho
Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011
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