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Hintergrund: Alternative zur OP - Das Geschwür aushungern

Ein chirurgischer Eingriff birgt meist viele Risiken. Daher arbeiten Mediziner an sanfteren Alternativen. Eine Methode davon könnte die Myomembolisation sein


Eine gutartige Geschwulst in der Gebärmutter – ein Myom – muss nicht immer operiert werden, sagen Radiologen. Eine Alternative sei die Verödung der Blutgefäße, die die Geschwulst mit Nährstoffen versorgen – im Fachjargon Myomembolisation genannt. Dieses Verfahren ist eine Art künstlicher Infarkt, also ein Gefäßverschluss.


Plastikkügelchen verschließen Blutzufuhr

Dazu wird ein langer, nur ein Millimeter dünner Kunststoffschlauch, ein Katheter, in die Arterie der rechten Leiste eingeführt und über die Blutbahnen bis zu den Gefäßen der Gebärmutter vorangeschoben, die mit dem Myom verbunden sind. Durch diesen Schlauch werden kleine Plastikkügelchen eingespritzt, die in den Adern hängen bleiben und sie verstopfen. Im besten Fall stirbt das Gewebe des Myoms danach ab, es schrumpft, was etwa ein viertel bis zu einem halben Jahr dauern kann. Die eingespritzten Kügelchen verbleiben dabei im Myom.


Aufklärung über Risiken gefordert

Ärzte fordern, dass die Entscheidung für oder gegen eine Embolisation in einer interdisziplinären Sprechstunde von Radiologen und Chirurgen gemeinsam mit der Patientin getroffen werden sollte. Denn auch die Embolisation hat Nachteile. So drohten zum Beispiel Schäden an den Eierstöcken, wenn die Kügelchen auch in anderen als die das Myom versorgenden Gefäßen hängen bleiben. Doch könne man diese Komplikation durch die permanente Überwachung des Katheters am Röntgenmonitor und die richtige Technik weitestgehend vermeiden, sagt zum Beispiel Joachim Wagner, Radiologie-Chefarzt am Vivantes-Klinikum im Friedrichshain.


Informationen inklusive Suchfunktion für Krankenhäuser, die diese Behandlung anbieten im Internet unter www.myomembolisation.org
(von Anbietern dieser Methode, daher nicht unparteiisch)


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Ingo Bach

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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