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Schilddrüsenvergrößerung

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Jodmangel stellt die häufigste Ursache für eine Knotenbildung in der Schilddrüse dar. Radioaktives Jod kann die Knoten im Drüsengewebe zerstören


Krankheitsbild


Erklärung:

Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes. Sie besteht aus einem linken und einem rechten Lappen. Beide sind in der Mitte verbunden, weshalb ihre Form an einen Schmetterling erinnert. Sie speichert Jod und bildet das jodhaltige Hormon Thyroxin. Dieses Hormon steuert den gesamten Stoffwechsel sowie die Funktion von Nerven, Herz, Kreislauf und Muskeln. Ist die Funktion der Schilddrüse gestört, hat das Einfluss auf den gesamten Organismus. Die häufigste Störung ist eine krankhafte Vergrößerung des Organs, die Struma oder Kropf genannt wird. Dabei kann die Schilddrüse aufgrund von Knotenbildung auf das Zwanzigfache ihrer normalen Größe anwachsen. Die Knoten beherbergen nur in wenigen Fällen einen bösartigen Tumor.


Symptome:

Knoten am Hals deuten auf eine Schilddrüsenvergrößerung. Zudem fühlen sich Betroffene am Hals beengt und spüren einen konstant anhaltenden Druck. Heiserkeit und Schluckbeschwerden, die länger als zwei Wochen andauern, sollten vom Arzt untersucht werden.


Ursache:

Die häufigste Ursache für eine Struma ist der Jodmangel. Auslöser können aber auch Immunkrankheiten (z.B. Basedow-Erkrankung), Entzündungen oder Veranlagung sein.


Zahlen:

Etwa 25 Prozent der Deutschen haben einen oder mehrere Schilddrüsenknoten. Nur fünf von hundert Knoten sind bösartig.


Behandlung


Diagnostik:

Eine Schilddrüsenvergrößerung lässt sich häufig ertasten. Zudem wird zur genauen Größenabschätzung eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, die Schilddrüsenwerte im Blut, ermittelt. In seltenen Fällen ist eine Gewebeprobe sinnvoll.


Therapie:

Patienten können sich einer Radio-Jod-Therapie unterziehen. Nur in der Schilddrüse sammelt sich Jod an. So kann das verabreichte radioaktive Jod direkt die Knoten im Schilddrüsengewebe zerstören. „Nur bei etwa zehn Prozent der Kranken ist eine zweite Therapie nötig,“ sagt Helga Bertram, Oberärztin an der Nuklearmedizin des Virchow-Klinikums. Die Schilddrüse kann aber auch teilweise oder ganz entfernt werden. Eine Tablette – des Hormonersatzes L-Thyroxin – gleicht die fehlende Hormonproduktion aus. In Berlin werden jährlich mehr als 3700 Schilddrüsenoperationen durchgeführt, rund zehn Prozent davon wegen Schilddrüsenkrebs.


Weitere Texte zu dem Thema:

Schilddrüsenbestrahlung
Schilddrüsenkrebs
Schilddrüsenoperationen
Schilddrüsenüberfunktion


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Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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