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Schilddrüsenüberfunktion

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Die Schilddrüse reguliert über die Ausschüttung des Hormons Thyroxin die Aktivität unserer Organe. Eine Überfunktion verursacht zahlreiche Symptome, wie etwa Nervosität, Zittern oder Haarausfall


Krankheitsbild


Erklärung:

Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes. Sie besteht aus einem linken und einem rechten Lappen. Beide sind in der Mitte verbunden, weshalb ihre Form an einen Schmetterling erinnert. Sie speichert Jod und bildet das jodhaltige Hormon Thyroxin. Dieses Hormon steuert den gesamten Stoffwechsel sowie die Funktion von Nerven, Herz, Kreislauf und Muskeln. Ist die Funktion der Schilddrüse gestört, hat das Einfluss auf den gesamten Organismus. Bei einer Überfunktion produziert das Organ zu viel Hormone und die Körperprozesse laufen zu schnell ab. Nicht in allen Fällen ist die Überfunktion mit einer Vergrößerung der Schilddrüse verbunden.


Symptome:

Eine Schilddrüsenüberfunktion geht mit vielen Symptome einher: Nervosität, Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Gefühlsausbrüche, schneller Puls, rasches Schwitzen, häufiger Durst, erhöhter Blutdruck, Gewichtsverlust, Muskelschwäche, Zittern in den Händen, gesteigerter Haarausfall sowie Zyklusstörungen bei Frauen.


Ursachen:

In der Regel wird eine Schilddrüsenüberfunktion durch Jodmangel verursacht. Auslöser können aber auch Immunkrankheiten oder Entzündungen sein.


Behandlung


Diagnostik:

Der Arzt diagnostiziert eine Schilddrüsenüberfunktion mithilfe einer Analyse der Schilddrüsenwerte im Blut, einem Ultraschall und in seltenen Fällen einer Gewebeprobe.


Therapie:

Bei Schilddrüsenüberfunktion muss vor einer Therapie der Stoffwechsel mithilfe von Medikamenten normalisiert werden. Patienten können sich einer Radio-Jod-Therapie unterziehen. Nur in der Schilddrüse sammelt sich Jod an. So kann das verabreichte radioaktive Jod direkt die Knoten im Schilddrüsengewebe zerstören, die die Überfunktion verursachen. „Bei etwa zehn Prozent der Kranken ist eine zweite Therapie nötig“, sagt Helga Bertram, Oberärztin an der Nuklearmedizin des Charité Virchow-Klinikums. Die Schilddrüse kann aber auch teilweise oder ganz entfernt werden. Alternativ gibt es eine neue Methode, bei der eine Operation am offenen Hals vermieden wird. Dabei werden die notwenigen Instrumente durch das weibliche Brustgewebe zur Schilddrüse geführt.


Zahlen

In Berlin werden jährlich mehr als 3700 Schilddrüsenoperationen durchgeführt.


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Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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