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Lungenkrebs

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Jedes Jahr wird bei 52.000 Deutschen Lungenkrebs diagnostiziert, meist ausgelöst durch Tabakkonsum. Trotz neuer Antikörper-Therapie führt an einer Operation kein Weg vorbei


Krankheitsbild


Erklärung:

Die Lunge versorgt den menschlichen Organismus mit Sauerstoff. Gleichzeitig wird hier dem Blut das Kohlendioxid aus dem Stoffwechsel der Zellen entzogen. Eine Erkrankung des Organs beeinträchtigt das Atmen und kann zum Tod führen. Lungenkrebs ist eine unkontrollierte Wucherung von Zellen in verschiedenen Bereichen des Atemorgans. So kann neben dem eigentlichen Lungengewebe zum Beispiel auch das Lungenfell von Krebszellen befallen sein.


Symptome:

Im Frühstadium ist Lungenkrebs kaum auffällig, denn der dabei übliche Husten kann auch auf andere Erkrankungen, etwa chronische Bronchitis, hindeuten. Hinweise geben Appetitlosigkeit, Kräftemangel, Lähmungen. Im Frühstadium wird Lungenkrebs meist zufällig von einem behandelnden Arzt entdeckt. Im fortgeschrittenen Stadium ist ein blutiger Auswurf ein deutliches Symptom.


Ursachen:

Für fast 85 Prozent dieser Tumoren ist Tabakrauch verantwortlich. „Ein Nichtraucher, der in einer Raucherfamilie aufgewachsen ist, trägt dabei ein genauso großes Risiko wie ein Raucher, der aus einer Nichtraucherfamilie stammt“, sagt Dirk Kaiser, Chefarzt für Thoraxchirurgie am Helios-Klinikum in Zehlendorf. Rund acht Prozent der Erkrankungen gehen auf Luftverschmutzung durch Asbest oder Kohleverbrennungen zurück. Auch Vererbung spielt eine Rolle.


Zahlen:

Jedes Jahr wird bei rund 52.000 Deutschen Lungenkrebs diagnostiziert. Bei lediglich 18.000 Erkrankten ist der Tumor in einem so frühen Stadium, dass er noch operabel ist. Bundesweit sterben jährlich über 40.000 Menschen an Lungenkrebs, zwei Drittel davon sind älter als 65 Jahre. Lungenkrebs ist hierzulande die vierthäufigste Todesursache.


Behandlung


Diagnose:

Bei Verdacht hören Ärzte die Lunge ab, analysieren die Blutwerte. Um ihren Befund abzusichern, können sie eine Röntgenaufnahme und Bilder durch eine Computertomografie anfertigen lassen. Außerdem wird eine Spiegelung der Bronchien durchgeführt und dabei Gewebeproben entnommen. Mit der Positronenemissions-Tomografie können die Ärzte feststellen, ob der Krebs bereits Tochtergeschwulste – in der Medizin auch Metastasen genannt – gewuchert sind. Langjährigen Rauchern empfehlen Experten wenigstens eine Vorsorgeuntersuchung pro Jahr.


Therapie:

Lungenkrebs kann durch Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung bekämpft werden. Welche Behandlung wann erfolgt, hängt vom Zelltyp des Krebs, dem Stadium der Krankheit und dem allgemeinen Zustand des Patienten ab. Oft handelt es sich um eine gemischte Therapie.

Eine relativ neue Methode ist die Therapie mit Antikörpern, die das Wachstum der Krebszellen verlangsamen. Kann Lungenkrebs operiert werden, bestehen grundsätzlich Chancen auf vollständige Heilung. Erkennen die Ärzte den Tumor im Frühstadium, gelten Heilungschancen von 85 Prozent. Bei fortgeschrittenem Lungenkrebs leben nach fünf Jahren jedoch nur noch rund 15 Prozent der operierten Patienten.


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Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 07.03.2012

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