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Knieprothese, Künstliches Kniegelenk (Arthrose)

Grafik: Fabian Bartel

Grafik: Fabian Bartel

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Im Alter hat sich das Kniegelenk oft abgenutzt. Wenn die Schmerzen das Gehen zur Qual werden lassen, kann eine Prothese die Lösung sein


Krankheitsbild


Erklärung:

Im Knie treffen drei Knochen aufeinander: Oberschenkel, Schienbein und Kniescheibe. Zwei Meniskusscheiben (siehe den Artikel Meniskusriss ) und jeweils eine Knorpelschicht halten den Oberschenkelknochen an seinem Platz und dämpfen Stöße ab. Die Kniegelenke gehören zu den am stärksten beanspruchten Gelenken. Mit zunehmendem Alter wird der Knorpel im Knie immer weiter abgerieben.


Symptome:

Eine Abnutzung des Kniegelenks macht sich deutlich bemerkbar: Schmerzen bei beginnenden Bewegungen, Wetterfühligkeit, steife Gelenke und ein unsicherer Gang. Mit zunehmender Erkrankung schränkt sich auch die Beweglichkeit immer mehr ein und die Kniegelenke schmerzen selbst bei ruhigem Sitzen.


Ursache:

Mit zunehmendem Alter wird der Knorpel abgerieben. Die wesentliche Ursache für den Verschleiß der Kniegelenke, Arthrose genannt, sind Überbelastung durch harte Arbeit, (zu) viel Sport und Übergewicht. Aber auch mangelnde Bewegung und angeborene Fehlstellungen des Kniegelenks können zu einem vorzeitigen Verschleiß führen. Erbliche Veranlagung und Stoffwechselerkrankungen begünstigen Arthrose.


Zahlen:

In Deutschland werden pro Jahr mehr als 120.000 Kunstkniegelenke eingesetzt.


Behandlung


Diagnostik:

Der Arzt stellt den Grad der Abnutzung mithilfe eines Röntgenbildes und durch die Patientenberichte fest.


Therapie:

Die Erkrankung an sich ist nicht heilbar. Die Therapie zielt deshalb auf die Verlangsamung der Krankheit und ein Mildern der Beschwerden. Im frühen Stadium helfen Diäten, orthopädisches Schuhwerk, Physiotherapie und Medikamente. Im fortgeschrittenen Stadium setzen die Ärzte künstliche Knieprothesen ein. Eine Möglichkeit der Operation ist die Totalendoprothese – also ein Einsetzen eines Kunstgelenkes. Diese besteht aus drei Komponenten. Der obere Teil ist eine anatomisch geformte Gelenkfläche aus Edelstahl. Sie werden mit einem schnell aushärtenden Kunststoffkleber befestigt, nachdem die verschlissenen Knochenteile entfernt wurden. Die untere Komponente besteht ebenfalls aus Metall und wird mit einem Dorn im Knochenmark des Unterschenkels verankert. Auf ihr liegt eine Auflage aus Kunststoff, die die natürliche Knorpelschicht ersetzt. Eine ausführliche Beschreibung der Behandlung und der Risiken finden Sie in dem Artikel OP-Report: Kniefall .


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Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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Dossier

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OP-Report: Kniefall


Patientenberichte

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Selbsthilfegruppen Knieprothese, künstliches Kniegelenk (Arthrose)


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