Hautkrebs (malignes Melanom)
Krankheitsbild
Erklärung:
Beim schwarzen Hautkrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der von den pigmentbildenden Zellen in der Haut ausgeht. Das maligne Melanom, so der Fachbegriff, gehört zu den gefährlichsten Krebsarten, da es schon sehr früh Metastasen, Tochtergeschwulste, im ganzen Körper bilden kann.
Symptome:
Melanome zeigen sich meist als schwarze Flecken. Sie können flach auf der Haut, über die Hautoberfläche hinausgehend oder aber stark knotig sein. Auffällige Symptome sind etwa Blutungen, Juckreiz und wachsende Muttermale.
Ursachen:
Hautkrebs entsteht am häufigsten an stark von Sonnenlicht bestrahlten Stellen wie Gesicht, Kopf und Rücken. Schuld ist die damit verbundene starke UV-Bestrahlung. Vor allem Sonnenbrand in jungen Jahren kann später Hautkrebs verursachen. Menschen mit heller Haut sind besonders gefährdet. Wichtige Risikofaktoren sind Verwandte mit Hautkrebs, Muttermale und Leberflecken. Jedes dritte Melanom entwickelt sich aus einem bereits vorhandenen Leberfleck.
Zahlen:
Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 14.000 Menschen an schwarzem und noch mal rund 200.000 an hellem Hautkrebs. Seit 1990 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.
Behandlung
Diagnostik:
Die beste Vorsorge ist das Vermeiden von starker Sonneneinstrahlung. „Mit jedem Sonnenbrand erhöht sich das Risiko, Hautkrebs zu bekommen“, sagt Eggert Stockfleth, Leiter des Hauttumorzentrums der Charité. „Von 11 bis 15 Uhr sollte Sonne unbedingt gemieden werden.“ Kinderhaut sollte möglichst wenig direkter Sonne ausgesetzt werden. Die Früherkennung von Hautkrebs durch so genannte Screenings wird seit 2008 von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Wer 35 Jahre alt ist oder älter, kann sich alle zwei Jahre kostenlos von einem Haus- oder Hautarzt untersuchen lassen.
Therapie:
Wird Hautkrebs erkannt, bevor sich Tochtergeschwülste bilden konnten, liegt die Heilungschance inzwischen bei fast 100 Prozent. Die befallene Haut wird operativ entfernt und durch gesunde Haut von anderen Körperstellen ersetzt. Dabei schneiden Dermatologen – wie die Hautspezialisten genannt werden – den Tumor samt einen ihn umgebenen Teil gesunder Haut heraus. Sind die Lymphknoten befallen, werden auch diese während der Operation herausgenommen. Ist der Krebs in einem fortgeschrittenen Stadium und hat andere Körperteile befallen, dann schließt sich an die Operation eine Chemotherapie an. Befinden sich die so genannten Metastasen im Gehirn und Knochen werden sie meist bestrahlt. In mittleren Stadien der Erkrankung spritzen die Ärzte auch Medikamente, die das Immunsystem stärken, um so den Hautkrebs zu bekämpfen.
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Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul
Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011
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