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Harnblasenkrebs

 	 Grafik: SPL, Fabian Bartel

Grafik: SPL, Fabian Bartel

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Die Zahl der an einem Harnblasentumor Erkrankten nimmt laut Experten stetig zu. Für rund die Hälfte aller Krankheitsfälle wird Tabakkonsum verantwortlich gemacht


Krankheitsbild


Erklärung:

In der Harnblase sammelt sich der von den Nieren produzierte Urin. Ein Tumor entsteht in der das Organ auskleidenden Schleimhaut. Harnblasenkrebs kann das Wasserlassen erheblich beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zum Tod führen.


Symptome:

Schmerzen, etwa im Bauchraum oder in den Knochen, treten bei Blasenkrebs erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Blut im Urin kann, muss aber kein charakteristisches Symptom sein. Als Warnsignal bei älteren Menschen gilt eine chronische Harnblasenentzündung.


Ursachen:

Für die Hälfte aller Krankheitsfälle wird Tabakkonsum verantwortlich gemacht. Die Giftstoffe sammeln sich in der Blase und wirken langfristig auf sie ein. Aber auch Schmerzmittelmissbrauch und chronische Erkrankungen der Harnblase können den Tumor hervorrufen. Andere Auslöser sind bestimmte Chemikalien und ein schwaches Immunsystem.


Zahlen:

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 28.000 Menschen an Harnblasenkrebs. Experten sagen, dass die Zahl stetig zunimmt. Frauen sind weniger betroffen als Männer. Jährlich sterben hierzulande rund 7000 Menschen daran.


Behandlung


Diagnostik:

Der Arzt diagnostiziert den Tumor mit einer Ultraschalluntersuchung, einer Urinprobe und einer Blasenspiegelung.


Therapie:

Bei rund 80 Prozent der Patienten hat der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose noch nicht von der Schleimhaut, die die Blase auskleidet, auf die darunter liegende Blasenmuskulatur übergegriffen. In diesem Fall lässt sich der Tumor operativ durch die Harnröhre entfernen. Der dazu nötige Krankenhausaufenthalt dauert in der Regel zwischen zwei und fünf Tagen. Befürchtet der Arzt, dass der Tumor nach dem Eingriff zurückkehrt, empfiehlt er eine anschließende Chemotherapie. Bei fortgeschrittenem Befall ist eine teilweise oder vollständige Entfernung der Blase nötig. Zusätzlich werden die umliegenden Lymphknoten entfernt, über die sich der Krebs mit seinen Tochtergeschwulsten ausbreiten könnte.


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Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 07.03.2012

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