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Brustkrebs

 	Grafik: SPL, Fabian Bartel

Grafik: SPL, Fabian Bartel

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Brustkrebs bedeutet Angst vor Amputationen, Chemotherapie und Tod. Frühzeitige Erkennung durch Vorsorgeuntersuchungen erhöht die Heilungschancen


Krankheitsbild


Erklärung:

Brustkrebs ist die am häufigsten auftretende Tumorerkrankung bei den Frauen. Ein Mammakarzinom, so der Fachbegriff, von nur einem Zentimeter Länge enthält bereits mehr als eine Million Krebszellen. Dringt das Krebsgeschwür in Blut- und Lymphgefäße, bilden die Krebszellen schnell Tochtergeschwüre – Ärzte nennen sie Metastasen – in anderen Körperteilen, vor allem in Knochen, Leber, Lunge und Gehirn.


Symptome:

Es gibt verschiedene Anzeichen für einen Tumor in der Brust. Möglich sind Verhärtungen, Knotenbildung, Änderung von Größe und Form, gesteigerte Empfindlichkeit der Haut, der Brustwarze oder des Brusthofes, sowie klare oder blutige Absonderungen aus einer der Brustwarzen. Auch Knoten in der Achselhöhle können ein Warnzeichen an. Schmerzen treten bis in den fortgeschrittenen Zustand oft nicht auf.


Ursache:

Die genauen Ursachen für Brustkrebs sind noch nicht geklärt. Eine wesentliche Rolle für die Tumorbildung spielen das Geschlechtshormon Östrogen sowie Menstruationsbeginn, Schwangerschaften und Menopausenalter – das Ende der weiblichen Fruchtbarkeit. Aber auch Alkoholkonsum, Ernährung, Körpergewicht und Lebensstil beeinflussen das Krebsrisiko. Mediziner gehen davon aus, dass rund zehn Prozent der Fälle außerdem auf genetischer Veranlagung beruhen.


Zahlen:

57.000 Frauen in Deutschland erkranken jährlich an Brustkrebs. Allein in Berlin sind es etwa 2000. Jedes Jahr sterben knapp 500 Berlinerinnen an den Folgen ihrer Tumorerkrankung. Der Tumor befällt vor allem Frauen ab 40. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren.


Behandlung


Diagnostik:

Die beste Früherkennung bleibt das Brustabtasten. Auch regelmäßige Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen helfen, Tumore rechtzeitig zu erkennen. Zusätzlich gibt es seit 2002 das Mammographie-Screening. „Frauen, bei denen ein Tumor im Frühstadium entdeckt wird, haben eine mehr als 90-prozentige Überlebensrate“, sagt Martina Dombrowski, Chefärztin im Brustzentrum des Waldkrankenhauses Spandau.


Therapie:

Der Tumor kann operiert, bestrahlt und mit Medikamenten in Form einer Chemo- oder Anti-Hormon-Therapie behandelt werden. Die einzelnen Methoden werden meist kombiniert angewandt. In sieben von zehn Fällen kann eine Amputation der betroffenen Brust so vermieden werden. Bei einigen Frauen allerdings ist der Tumor bereits so weit fortgeschritten, dass nur die Brustentfernung, die Ärzte sprechen von Mastektomie, nötig ist. Der Verlust einer Brust ist eine enorme psychische Belastung. Viele Frauen arrangieren sich mit einem in den BH eingelegten Silikonkissen, einer Art Prothese. „Aber fast die Hälfte der Patientinnen möchte ihre Brust nach einer OP wieder aufbauen lassen“, sagt Barbara Brückner vom Brustzentrum im Zehlendorfer Krankenhaus Waldfriede. Die Chirurgie bietet inzwischen Möglichkeiten, um sowohl die entfernte Brust als auch die Warze wiederherzustellen. Wichtig: Bei rund fünf Prozent der Patientinnen kehrt der Tumor innerhalb von zehn Jahren zurück.


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Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 07.03.2012

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