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Blutkrebs (Leukämie)

Beim Blutkrebs verhindern bösartige weiße Blutkörperchen die Entstehung normaler Blutzellen in Knochenmark und in Lymphsystem. Trotz intensiver Chemotherapie verläuft die Krankheit meist tödlich


Krankheitsbild


Erklärung:

Blut und Blutkreislauf dienen dem Stoffwechsel. Zudem regelt sie den Wärmehaushalt. Blut besteht aus roten und weißen Blutkörperchen, Blutplättchen sowie Blutplasma. Bei Leukämien, wie Blutkrebs genannt wird, ist die Zellneubildung von weißen Blutkörperchen, den Leukozyten, gestört. Sie bekämpfen eigentlich Infektionen im Körper. Bösartige weiße Blutkörperchen haben ihre Wächterfunktion verloren und verhindern die Entstehung normaler Blutzellen in Knochenmark und in Lymphsystem.


Symptome:

Die ersten Anzeichen werden häufig mit anderen Erkrankungen verwechselt. Symptome sind Atemnot, Benommenheit, Blässe, schwer stillbare Blutungen, Fieber, häufige blaue Flecken, Neigung zu Infekten, Leistungsminderung, geschwollene Lymphknoten, Müdigkeit, Nachtschweiß, Rückenschmerzen, Schwäche und Schwindel.


Ursachen:

Die genauen Ursachen für die Entstehung des Blutkrebses sind unbekannt. Radioaktive und Röntgenstrahlung kann die blutbildenden Zellen schädigen. Chemische Stoffe wie Insektenbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel und immunhemmende Medikamente begünstigen eine Erkrankung.


Zahlen:

In Deutschland erkranken jährlich mehr als 10.000 Menschen an Leukämie – die Krankheit verläuft nach wie vor oft tödlich. Rund 80 Prozent der Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen können jedoch geheilt werden.


Behandlung


Diagnostik:

Die Ärzte diagnostizieren Leukämie über Analysen des Blutes- und des Knochenmarks.


Therapie:

Bei Leukämie ist eine intensive Chemotherapie die Therapieform der Wahl. Nebenwirkungen sind Brechreiz und Haarausfall, wobei Brechreiz behoben werden kann. Die Medikamente greifen aber auch die Schleimhäute in Mund und Darm an. Schmerzhafte Entzündungen sind die Folge. Während der Chemotherapie kann es zu Komplikationen kommen: So können Infektionen aufgrund des geschwächten Immunsystems lebensbedrohlich werden. Zusätzlich können Strahlenbehandlung und Immuntherapien angewandt werden. Zusätzlich bieten bei Leukämien in vielen Fällen Knochenmark- und Stammzelltransplantation weitere nachhaltige Heilungschancen. Dieser Eingriff kann mangels geeigneter passender Spender nicht bei jedem Patienten durchgeführt werden. Entscheidend sind Wirkungsgrad der Chemotherapie, Alter und allgemeiner Gesundheitszustand. Zu lebensbedrohlichen Komplikationen kann es kommen, wenn die gespendeten blutbildenden Zellen den Körper des Empfängers angreifen.


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Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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