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Wissenswertes über Epilepsie im Kindesalter

Ambulante Versorgung

Epilepsie ist eine chronische Krankheit. Das heißt, die stationäre Behandlung im Krankenhaus ist nur ein Teil des gesamten Therapieablaufs. Die Kinderärzte müssen sich auch um die ambulante Betreuung kümmern – zum Beispiel in Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ). So kümmert sich zum Beispiel das SPZ des zur Charité gehörenden Virchow-Klinikums um jährlich rund 18 000 Kinder und Jugendliche, darunter 450 mit einer Epilepsie, besonders um solche mit einem schwer (medikamentös) einstellbaren Anfallsleiden. Hier arbeiten nicht nur Ärzte, sondern auch Psychologen, Sprach- und Bewegungstherapeuten sowie Sozial­arbeiter, sagt der Leiter des SPZ, Theodor Michael.

Die jungen Epileptiker können sich hier regelmäßig nachuntersuchen lassen, um die Wirkung der Arzneien zu prüfen, die Blutwerte zu checken (denn die vielen Medikamente können Nebenwirkungen auslösen) oder neue Dosierungen festzulegen. „Sind die Anfälle sehr häufig, müssen sich die Kinder alle 14 Tage hier vorstellen, sonst genügt eine Nach­untersuchung ein- oder zweimal pro Jahr“, sagt Michael.


Rebellion gegen Therapie

Ein großes Problem ist es, die Kinder zu überzeugen, dass sie regelmäßig ­ihre Medikamente einnehmen. Bis zum Beginn der Pubertät geht das alles ganz gut, sagt Michael, weil sich die Eltern ­darum kümmern. „Doch mit Beginn der Pubertät und des damit oft verbundenen Auflehnens gegen die Erwachsenen wird es schwieriger, die Jugendlichen zur ­Therapietreue zu bewegen.“

Zu den Aufgaben des SPZ gehört auch, in Schulen oder Kitas aufzuklären, wie man mit der Erkrankung umgeht. „Es sind gar nicht so sehr die Eltern, die übertrieben ängstlich reagieren, sondern Lehrer und Erzieher – besonders aus haftungsrechtlichen Gründen“, sagt Theodor ­Michael. „Sie fragen, was passiert, wenn ein Anfall beim Sport kommt oder beim Schwimmen.“ Diese Ängste versuche man ihnen zu nehmen, indem man erkläre, wie die Arzneien wirken und wann tatsächlich (nämlich nur in Ausnahmefällen) eine intensive Betreuung nötig ist oder woran die Kinder gar nicht teilnehmen dürfen.

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres ist mit dieser „Rundumversorgung“ Schluss. Dann sind die SPZ nicht mehr zuständig, der Patient muss sich einen neuen Arzt suchen und all die weiteren Betreuungsangebote fallen weg – aus Kostengründen. Doch das bedeute oft, dass Patienten die Therapie abbrechen oder die Arzneien nicht mehr so diszipliniert einnehmen, was zu einer Zunahme der Anfälle führe, sagt Michael.


Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppe von und für
Anfallkranke e. V.:
Gruppentreffen: Mi. 15–18 Uhr
Tel. (030) 294 86 20
www.epilepsie-shg.info

Selbsthilfezentrum (SHZ)
Eigen­initiative:
Gruppentreffen: 3. Do. im Monat, 17.00 Uhr; Tel. (030) 631 09 85
www.eigeninitiative-berlin.de

SHZ Neukölln-Nord:
Gruppentreffen: Do. 17 Uhr
Tel. (030) 681 60 64
www.selbsthilfe-neukoelln.de

51 Kliniken zu diesem Krankheitsbild anzeigen



I.B.

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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Beratungsangebote zu ausgewählten Krankheiten

Wer einen Krankenhausaufenthalt vor sich bzw. hinter sich hat, braucht oder sucht unter Umständen eine Beratung zur eigenen Erkrankung und zur nachgehenden Unterstützung. Berlin verfügt als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung über ein umfangreiches Netz an Beratungsstellen, für die wir hier eine Auswahl zur Verfügung stellen.

Zu folgenden Themenfeldern finden Sie in der SEKIS - Datenbank Beratungsangebote von Selbsthilfeorganisationen oder themenspezifischen Fachorganisationen:

Krebs:
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Herz:
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Transplantationen:
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chronische Erkrankungen und Behinderungen:
www.lv-selbsthilfe-berlin.de

Schwangerschaft und Geburt:
www.sekis.de: Schwangerschaft

Wichtige Beratungsangebote für Patientinnen und Patienten

Die Patientenbeauftragte für Berlin
Unabhängige Patientenberatung Deutschland - Beratungsstelle Berlin (UPD)
Patientenberatung der Verbraucherzentrale Berlin
Ombudsstelle der Psychotherapeutenkammer
Patientenberatungsstelle im Zahnärztehaus
Berliner Krisendienst
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www.berlin.de/gesundheitsplattform/information/

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