Beratungsstellen
Ambulante und stationäre Behandlung
Entzug
Bei einem Entzug wird zunächst das Suchtmittel nicht mehr eingenommen. Dass heißt, die mehrtägige Behandlung ist darauf ausgerichtet, zunächst nur die körperliche Sucht zu überwinden. Meist erfolgt eine Entzugstherapie stationär.
Die Klinik für Psychiatrie Charité Mitte bietet Alkoholikern die Möglichkeit des ambulanten Entzugs. Auf diese Weise behalten sie ihr häusliches Umfeld. Informationen zur ambulanten Alkoholsprechstunde findet man unter (030) 45 06 17 12 3.
Entwöhnung
Eine Entwöhnungstherapie schließt sich an einen Entzug an. Ziel dieser mehrwöchigen Behandlung ist es, den Wiedereinstieg in das Leben zu schaffen – ohne Suchtmittel.
In Berlin gibt es drei Kliniken, die eine stationäre Entwöhnungseinrichtung für Alkohol- oder Tablettenabhängige betreiben: das Vivantes Klinikum Auguste Viktoria, das St. Joseph-Krankenhaus Weißensee und der Tannenhof-Verein .
Verfügt ein trockener Alkoholiker über ein stabiles Umfeld und ist die Rückfallgefahr relativ gering, kann eine Entwöhnung auch ambulant durchgeführt werden. Um einen Platz zu erhalten, müssen sich die Patienten um einen Aufnahmeantrag kümmern und die Finanzierung sichern. Den Antrag stellen dann Klinikärzte sowie die Sucht- und Drogenberatungsstellen des jeweiligen Bezirks. Der Hausarzt kann den Antrag nicht stellen. Anders als die Entgiftung, für die die Krankenkassen aufkommen, seit Sucht im Jahre 1968 als Krankheit definiert wurde, zahlt eine Entwöhnung die Rentenversicherung. Bei Rentnern zahlt die Krankenkasse.
Beratungsstellen
Fachstelle für Suchtprävention des Landes Berlin
Jeder Bezirk hat eine Beratungsstelle für Alkoholabhängige und andere Suchtkranke. Eine aktuelle Liste von Beratungsstellen kann bei der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin bestellt werden: Mainzer Straße 23, 10247 Berlin, Telefon (030) 29 35 26 15 oder im Internet auf der Seite www.berlin-suchtpraevention.de abgerufen werden.
Landesstelle für Suchtfragen e.V.
Eine weitere Anlaufstelle ist die Landesstelle für Suchtfragen e.V., Gierkezeile 39, 10585 Berlin, Telefon: (030) 34 38 91 60, Internet: www.landesstelle-berlin.de. Weitere Informationen und Adressen der Berliner Standorte finden sie unter www.berliner-krisendienst.de.
Sucht & Drogen Hotline
Die bundesweite und 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehende “Sucht & Drogen Hotline” zur direkten und anonymen telefonischen Beratung bei Sucht- und Drogenproblemen steht unter der Nummer (01805) 31 30 31 (14 Cent/Minute) zur Verfügung. Sie ist eine Initiative verschiedener städtischer Drogennotrufe und steht unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Weiter Informationen dazu finden sie unter http://www.sucht-und-drogen-hotline.de/ .
Elternkreise drogenabhängiger Jugendlicher Landesverband Berlin-Brandenburg EKBB e.V.
Eltern drogenabhängiger Kinder können sich an den Landesverband der Berliner Elternkreise wenden. Telefonisch ist der Verband unter (030) 25 75 97 29 (Sprechzeiten: Mo – Fr 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr) zu erreichen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.ekbb.de .
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Das Portal www.bist-du-staerker-als-alkohol.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche. Die bundeszentrale hat zudem eine Info-Hotline zur Suchtprävention geshaltet: (0221) 89 20 31 (Kostenpflichtig, es gilt der Preis entsprechend der Preisliste Ihres Telefonanbieters für Gespräche in das Kölner Ortsnetz).
Akute Krisenbewältigung
Berliner Krisendienst
Das Beratungs- und Hilfetelefon des Berliner Krisendienstes ist täglich von 16 bis 24 Uhr unter der Nummer (030) 39063 -10, -20, -30 bis -90 zu erreichen. Darüberhinaus gibt es Anlaufstellen, die nachts geöffnet sind. Der Krisendienst berät persönlich an verschiedenen Standorten. In dringenden Notsituationen kann ein Berater unter Umstanden auch Betroffene besuchen und ggf. ärztlich versorgt werden. Auf der Webseite des Berliner Krisendienstes http://www.berliner-krisendienst.de finden sie die Adressen der nächstgelgenen Büros.
Drogennotruf
Besorgte Eltern können sich Tag und Nacht unter (030) 19 237 an den Berliner Drogennotruf wenden. Der Verein bietet auf ihrer Webseite http://www.drogennotdienst.de/ Informationen zur Soforthilfe und Krisenbewältigung, Selbsthilfegruppen, betreutem Wohnen, Arbeit und Ausbildung und Beratung in türkischer Sprache an.
Selbsthilfe
Annonyme Alkoholiker
Informationen über Treffen der Anonymen Alkoholiker findet man unter www.anonyme-alkoholiker.de (Kontaktliste der regionalen AA-Gruppen) und unter der Telefonnummer (030) 19295 sowie Dienstag von 17 bis 19 Uhr auch unter (030) 4537133. Es finden auch Online-Meetings statt.
Kreuzbund
Der katholische Selbsthilfeverband “Kreuzbund” bietet Suchtkranken und Angehörigen Hilfe. In Berlin hat der Verband rund 200 Selbsthilfegruppen mit wöchentlich insgesamt 1700 Teilnehmern. Die Adressen und Ansprechpartner in den jeweiligen Bezirken können Sie über eine Datenbank im Internet unter www.kreuzbund.de abfragen. Zudem erhalten Sie Informationen in der Bundesgeschäftstelle unter Telefon (02381) 67 27 20 (Sprechzeiten von Mo-Do 8:30 Uhr bis 16 Uhr sowie Fr 8:30 Uhr bis 12 Uhr).
SEKIS
Auf der Webseite der zentralen Berliner Informationsstelle SEKIS www.sekis.de können Sie mithilfe einer Datenbank nach Selbsthilfeinitiativen in ihrer Umgebung suchen. Zudem können sie sich dort allgemein über das Thema Selbsthilfe informieren.
ml, mho, lwi
Artikel zuletzt aktualisiert am: 07.02.2012
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Beratungsangebote zu ausgewählten Krankheiten
Wer einen Krankenhausaufenthalt vor sich bzw. hinter sich hat, braucht oder sucht unter Umständen eine Beratung zur eigenen Erkrankung und zur nachgehenden Unterstützung. Berlin verfügt als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung über ein umfangreiches Netz an Beratungsstellen, für die wir hier eine Auswahl zur Verfügung stellen.
Zu folgenden Themenfeldern finden Sie in der SEKIS - Datenbank Beratungsangebote von Selbsthilfeorganisationen oder themenspezifischen Fachorganisationen:
Krebs:
www.sekis.de: Krebs
Sucht:
www.landesstelle-berlin.de oder www.sekis.de: Sucht
Herz:
www.sekis.de: Herz
Alzheimer:
www.sekis.de: Alzheimer
Schlaganfall:
www.sekis.de: Schlaganfall
Parkinson:
www.sekis.de: Parkinson
Transplantationen:
www.sekis.de: Transplantation
chronische Erkrankungen und Behinderungen:
www.lv-selbsthilfe-berlin.de
Schwangerschaft und Geburt:
www.sekis.de: Schwangerschaft
Wichtige Beratungsangebote für Patientinnen und Patienten
Die Patientenbeauftragte für Berlin
Unabhängige Patientenberatung Deutschland - Beratungsstelle Berlin (UPD)
Patientenberatung der Verbraucherzentrale Berlin
Ombudsstelle der Psychotherapeutenkammer
Patientenberatungsstelle im Zahnärztehaus
Berliner Krisendienst
Arzneimittelberatungsdienst
Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung einer Krankheit im Alttag finden Sie auch in folgenden Datenbanken
Seelische Erkrankungen und Psychiatrie