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Qualitätsindikator - Verstorbene im Krankenhaus (Lungen-/Herz-Lungentransplantation)

Erläuterung:

Der Indikator beschreibt den prozentualen Anteil aller Empfänger von Lungen- und Herz-Lungen-Transplantaten, die während des stationären Aufenthaltes versterben. Beide Transplantationen werden zusammen gezählt, da nach Ansicht von Experten der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung „beide Patientengruppen große Gemeinsamkeiten“ aufweisen. Die Fachleute haben definiert, dass selbst bei einer Sterberate von 30 Prozent die Qualität als gut gilt.

Frage an das Krankenhaus:

„Wie können Sie gewährleisten, dass Patienten bei diesem Eingriff überleben?“

Hintergrund:

Die Implantation eines neuen Organs ist für jeden Menschen ein schwerer Eingriff in den Körper. Aus diesem Grund können Sterbefälle nie ausgeschlossen werden. Sie sollten dennoch nach diesem Indikator fragen, um Auskunft über die Qualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung Ihres Krankenhauses zu erhalten. So erhöht sich beispielsweise das Sterberisiko mit der Zeit, in der sich das zu transplantierende Organ ohne Nährstoffversorgung befindet. Durch eine Immunsystem unterdrückenden Therapie wird nach jeder Transplantation eine mögliche Abstoßungsreaktion von Seiten des Organismus versucht zu verhindern. Leichte Infektionen im Krankenhaus können kurz nach der Transplantation daher bereits lebensbedrohlich sein. In den meisten Fällen setzt aber die Entscheidung für einen derartigen Eingriff schwerwiegende Krankheiten voraus. Daher tragen auch die jeweiligen Krankheitsbilder der zu operierenden Patienten zu der hohen Sterberate selbst bei. Als Risikofaktoren gelten unter anderem auch ein erhöhtes Alter, eine erneute Transplantation und die Notwendigkeit zur Beatmung vor der Transplantation. Bundesweit starben 2008 laut Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung 18,7 Prozent aller Empfänger im Krankenhaus. Die häufigsten Todesursachen waren Infektionen, Versagen des Spenderorgans, Abstoßungsreaktionen und unbeherrschbare Blutungen. Außerdem erwarten die Experten für die kommenden Jahre, dass ein Überleben eines solchen Eingriffs aufgrund unterschiedlichen Faktoren – darunter zählen steigendes Alter der Empfänger, längere Wartezeiten auf ein passendes Spenderorgan und schlechtere Qualität der Spenderorgane – zunehmend schwieriger wird.

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ml

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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