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Qualitätsindikator - Therapiewahl zur Entfernung der Eierstöcke ohne Gewebsbefund (Gynäkologische Operationen)

Erklärung:

Für diesen Indikator werden Patientinnen betrachtet, denen die Eierstöcke oder Eileiter komplett entfernt wurden und von denen keine Befundbestätigung für krankhaftes Gewebe vorlag.

Frage:

„Wie stellen sie sicher, dass in ihrem Haus nach der Entfernung der Eierstöcke eine Gewebeprobe untersucht wird?“

Hintergrund:

Die operative Entfernung der Eierstöcke ist ein schwerer Eingriff in den weiblichen Körper, die nur in unvermeidbaren Fällen (zum Beispiel einer gut- oder bösartigen Wucherung) angezeigt ist. Es kann aber medizinisch notwendig sein, dass auch ohne krankhaftes Gewebe die Eileiter entfernt werden müssen. Um sicherzustellen, dass nur bei wirklich notwendigen Fällen die Eierstöcke einer Patientin entfernt worden sind – immerhin ist sie danach unfruchtbar – soll nach einem solchen Eingriff ein Gewebsbefund noch einmal die Alternativlosigkeit dieser Maßnahme belegen. Deshalb soll bei diesem Qualitätsindikator möglichst gar keine Fälle geben, bei denen der Eingriff ohne abschließenden Nachweis durch eine (wiederholte) Analyse des Gewebes der Frau als sinnvoll bestätigt worden ist. Das erhöht den Druck auf die behandelnden Ärzte, eine Eierstockentfernung nur dann vorzunehmen, wenn es keine andere Therapie sinnvoll ist. Als erreichbares Ziel gilt, wenn in einer Klinik für weniger als fünf Prozent der Patientinnen eine Therapie zur Entfernung der Eierstöcke ohne Gewebsbefund gewählt wird.

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I.B., hah, ml

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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