Qualitätsindikator - Röntgen-Identifizierung des krebsverdächtigen Areals nach der Operation (Brustkrebs)
Erklärung:
Der Indikator benennt den prozentualen Anteil an allen Brustkrebs-Operationen, bei denen zuvor das krebsverdächtige Areal markiert und das entfernte Gewebe anschließend einer Röntgenuntersuchung unterzogen wurde. Das sollte bei möglichst allen Eingriffen der Fall sein, um sicherzustellen, dass das krebsverdächtige Areal vollständig entfernt wurde. Die Fachleute der Qualitätssicherung haben definiert, dass bei mindestens 95 Prozent dieser Operationen diese Untersuchung durchgeführt werden muss.
Frage an das Krankenhaus:
„Wird bei Ihnen das operativ entfernte krebsverdächtige Areal nach jedem Eingriff röntgenologisch untersucht?“
Hintergrund:
Sie sollten nach diesem Indikator fragen, wenn bei einer Röntgen-Untersuchung der Brust der Arzt ein krebsverdächtiges Areal entdeckt hat und Ihnen eine Gewebeentnahme zur Klärung des Verdachtes bevorsteht. Denn nicht jeder Tumor in der Brust ist tastbar. Auf Röntgenbildern kann jedoch der Krebs schon in einem sehr frühen Stadium sichtbar werden, etwa durch Kalkablagerungen. Um zu klären, ob es sich dabei tatsächlich um bösartige Geschwulstzellen handelt, muss das auffällige Gewebe entnommen und anschließend von einem spezialisierten Arzt (Pathologe) auf Krebs untersucht werden.
Als Orientierungshilfe für den Chirurgen werden die auffälligen Geweberegionen in der Brust, die sehr klein sein können, von einem Radiologen während einer Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung markiert. Dafür werden Metallstifte aus Titan, so genannte Markierungsdrähte, implantiert. Laut Experten der Externen Qualitätssicherung (EQS) soll nach der Operation derselbe Radiologe mit einer erneuten Untersuchung des entnommenen Gewebes prüfen, ob tatsächlich das zuvor markierte Areal vollständig entfernt wurde. Dieser Vorgang wird als „postoperatives Präparatröntgen“ bezeichnet.
27 Kliniken zu diesem Krankheitsbild anzeigen
Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul
Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011
Google Anzeigen
Direkt zur Kliniksuche
Verwandte Artikel
Diagnosen & Therapien
Behandlungsqualität
Qualitätsindikator - Hormonrezeptoranalyse für die Auswahl der richtigen Therapie (Brustkrebs)
Qualitätsindikator - Angabe des Sicherheitsabstandes bei Brustamputation
Qualitätsindikator - Angabe des Sicherheitsabstandes bei brusterhaltenden Operationen
Patientenberichte
Rita Beckmann, 26 (Brusterhaltende OP mit Chemotherapie)
Hannelore Schmidt-Kuhnt, 66 (Brusterhaltende OP und Bestrahlung)
Beratung & Selbsthilfe
ICD und OPS umgangssprachlich übersetzt
Welcher Diagnose- und Therapie-Schlüssel gehört zu dieser Krankheit?
Glossar
Dossier
OP-Report: Schockdiagnose Brustkrebs
Krankenhaus-Nachrichten
Neues Brustkrebstestverfahren am Helios-Klinikum Buch
Weiterführende Artikel aus dem Tagesspiegel-Archiv
Ein Gentest kann die Chemotherapie ersparen
Dem Körper helfen, sich selbst zu heilen
Brustkrebs-Früherkennung: Weniger ist mehr
Brustkrebsscreening: Aufwändige Diagnose - sinnvolle Diagnose?
Wie lebt man weiter, wenn man den Krebs überlebt hat?
Geprüfte Qualität
Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen.
Überprüfen Sie dies hier.
Rehaführer Berlin-Brandenburg 2012
- • 71 Berliner und Brandenburger Rehazentren im direkten Vergleich
- • Qualität, Ausstattung und Patientenzahlen auf einen Blick
- • Zahlreiche Artikel, ausführliche Porträts aller ambulanten und stationären Rehazentren plus Fotos sowie ausführlicher Serviceteil