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Qualitätsindikator - Leitliniengerechte Wahl der Untersuchungsmethode (Herzkatheter)

Erklärung:

Der Indikator zeigt an, in wie vielen Prozent der Fälle die Voraussetzungen erfüllt waren, um eine Herzkatheteruntersuchung überhaupt anzusetzen. Bei dieser Untersuchung wird über den Katheter, das ist ein dünner Plastikdraht, ein Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße gespritzt. Dieses Mittel macht die Adern auf einem Röntgenbildschirm sichtbar. Um zu ermitteln, ob das Qualitätsziel erreicht wird, dokumentieren Krankenhäuser für diese Patienten, ob bestimmte, in Behandlungsleitlinien definierte Anzeichen für eine Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße vorhanden waren. In diesem Falle wäre dann die Abklärung der Beschwerden mit einem Herzkatheter sinnvoll. Gute Qualität heißt, bei mindestens 80 Prozent aller Untersuchungen waren die Voraussetzungen für den Eingriff erfüllt.

Frage an das Krankenhaus:

„Wie stellen Sie sicher, dass bei Ihnen eine Herzkatheteruntersuchung nur bei Patienten erfolgt, bei denen das zwingend notwendig ist?“

Hintergrund:

Sie sollten sich nach diesem Wert erkundigen, wenn Sie vermeiden wollen, möglicherweise unnötig auf dem Kathetertisch zu landen. Eine an Leitlinien orientierte Entscheidung für die Therapie ist wichtig, schließlich ist auch eine Herzkatheteruntersuchung ein (kleiner) chirurgischer Eingriff, der unerwünschte Nebenwirkungen haben kann. Deshalb sollte er nur dann durchgeführt werden, wenn tatsächlich Anzeichen für eine Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße vorliegen. Darauf deuten zum Beispiel solche Symptome hin wie ein Engegefühl in der Brust, Brustschmerzen, die in Arm, Kiefer, Oberbauch oder Rücken ausstrahlen, Atemnot, Pulsrasen oder eine sich kalt-schweißig anfühlende Haut.

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Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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