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Qualitätsindikator - Blutübersäuerung des reifen Neugeborenen (Normalgeburt)

Erklärung:

Der Indikator nennt den prozentualen Anteil an allen zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche lebend geborenen Kinder, bei denen der sofort nach der Geburt gemessene pH-Wert des Nabelschnurblutes zu sauer ist, also unter dem neutralen Wert von 7,0 lag. Ein saurer pH-Wert des Blutes deutet darauf hin, dass das Baby möglicherweise mit Sauerstoff unterversorgt ist. Fachleute der Externen Qualitätssicherung (EQS) haben definiert, dass dies bei maximal 0,3 Prozent aller dieser Geburten der Fall sein darf.

Fragen an das Krankenhaus:

„Wie stellen Sie sicher, dass bei einem möglichst geringen Anteil von Neugeborenen eine Übersäuerung des Nabelschnurblutes auftritt?“

Hintergrund:

Sie sollten nach diesem Indikator fragen, wenn Sie einen Hinweis auf das Geburtsmanagement ihres favorisierten Krankenhauses haben möchten. Eine Übersäuerung des Nabelschnurblutes deutet darauf hin, dass das Baby während der Geburt möglicherweise nicht genug Sauerstoff erhielt. Um das zu vermeiden, sollte das Team der Klinik bereits bei ersten Anzeichen auf einen Sauerstoffmangel beim Kind sofort reagieren und die Geburt möglichst beschleunigen, um das Neugeborene nicht zu gefährden. Liegt der pH-Wert des Nabelschnurblutes unter 7,0 steigt das Sterblichkeitsrisiko für das Kind. Allerdings kommt es bei einem nur für kurze Zeit bestehenden niedrigen pH-Wert nicht zwangsläufig zu bleibenden Schädigungen des Kindes. Eine Nachfrage beim Arzt zu den genauen Zusammenhängen lohnt sich also.

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Ingo Bach, Hannes Heine, Matthias Lehmphul

Artikel zuletzt aktualisiert am: 01.07.2011

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