Stephanie Rietdorf, 27 (Chronische Nasennebenhöhlenentzündung)

Chronische Entzündungen der Nasennebenhölen müssen oft operativ behandelt werden, in dem die Zugänge zu den Nebenhöhlen erweitert, Polypen entfernt, gestaute Sekrete abgesaugt und schiefe Nasenscheidewände operativ begradigt werden.

Stephanie_Rietdorf_170508.jpg
Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Stephanie Rietdorf, 27


Befund: Chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Operation: Biostatische Siebbeinoperation

Krankenhaus: Park Klinik Weißensee


Vorgeschichte:

Es war eine wahrlich sinnlos verbrachte Zeit: Jahrelang konnte Stephanie Rietdorf weder ­riechen noch schmecken, wenn ihre Nasenmuscheln angeschwollen waren. Schuld daran war eine chronische Nebenhöhlenentzündung. “Essen hat schon gar keinen Spaß mehr gemacht”, sagt die heute 25-Jährige aus Lichtenberg. Hinzu kamen ständiger Schnupfen und Kopfschmerzen. Irgendwann so stark, dass sie nicht mehr schlafen und sich bei der Arbeit nur noch schwer konzentrieren konnte. Ihr Hals-Nasen-Ohren-Arzt hatte sie zuerst mit Nasenspray, dann mit Antibiotika behandelt. Trotzdem wurde es immer schlimmer. Irgendwann gesellte sich zu den Problemen auch noch allergisches Asthma. Stephanie Rietdorf musste ihre Katze weggeben. Der Arzt stieg auf Kortison um. “Doch nach vier Jahren war Schluss”, sagt die blonde Frau. “Nichts half mehr.” Eine Operation sollte das Leiden schließlich beenden.


Operation:

Zwei Tage vor dem Eingriff kam Stephanie Rietdorf das ­erste Mal in die Klinik – zur Vorbesprechung. “Ein wenig Angst hat man vor so einer Operation natürlich immer”, sagt sie und rührt in ihrem Kaffee. ­Gezögert habe sie trotzdem nicht: “So ging es einfach nicht weiter.” Die ­Ärzte machten zunächst eine Computertomografie. Nicht nur ihre Nasenscheidewand stand schräg, auch Zellgewebe war geschwollen und verstopfte die Nasenneben­höhlen. Ein klarer Befund. Nur 40 Minuten brauchten die Ärzte am folgenden Tag, um die Nasenscheidewand zu richten und Teile des geschwollenen Gewebes abzutragen.


Das Leben danach:

Von der Operation selbst bekam Stephanie Rietdorf nichts mit, sie lag die ganze Zeit in Vollnarkose. Der Eingriff verlief problemlos. Trotzdem musste sie noch fast eine Woche auf der Station bleiben, damit sichergestellt werden konnte, dass alles gut verheilt. Dreimal täglich inhalierte Stephanie Rietdorf, um die Heilung zu unterstützen. Auch in der folgenden Woche musste sie täglich in die Klinik, um ihre Nasenschleimhäute befeuchten zu lassen. Doch danach bekam sie mehr Luft als jemals zuvor. Nun freut sie sich, dass sie endlich frei durchatmen und wieder scharfe Dinge ­essen kann: “Früher ist davon sonst immer alles zugeschwollen.” Das ist jetzt vorbei.




Artikelsuche ?

Routenplaner

Planen Sie Schritt für Schritt, wer Sie medizinisch auf Ihrem Behandlungspfad versorgen soll - von der Vorsorge über die ambulante Behandlung bis hin zur stationären Versorgung und anschließender Rehabilitation. Lassen Sie sich dafür die in der Datenbank enthaltenen Einrichtungen in der Region Berlin-Brandenburg anzeigen, die diese Erkrankung behandeln.

Tagesspiegel GESUND

Tagesspiegel Gesund 08 Tagesspiegel Gesund 09 Tagesspiegel Gesund 10

Fachkompetentes Praxiswissen informativ aufbereitet
Informationen zu Behandlungsmethoden und Gesundheitstrends aus Berlin und Umgebung
Von der Gesundheitsberater-Berlin-Redaktion

Aktuell am Kiosk oder direkt im
Tagesspiegel-Shop

Wir liefern Qualität

Erfahren Sie mehr darüber, wie unsere Texte entstehen, wie die Daten geprüft werden und wie sich das Portal finanziert.
Jetzt informieren.

Sie sind uns wichtig und wir freuen uns über Ihre Meinung zu unserem Portal. Welche Themen andere Leser interessierten lesen sie unter Leser fragen - die Redaktion antwortet