Vivantes Wenckebach-Klinikum spart 40 Prozent Energiekosten

Um den Energiebedarf und damit die Energiekosten von öffentlichen Gebäuden zu senken, seien Effizienz und Sparen unerlässlich. Das Vivantes Wenckebach-Klinikum Berlin setze beides zusammen mit der EnBW Vertrieb GmbH im Rahmen einer Energiesparpartnerschaft um, teilte der landeseigene Vivantes-Klinikkonzern jetzt mit. Durch ein so genanntes Energiespar-Contracting reduziere das Klinikum zusätzlich 35 Prozent seiner bisherigen Kohlendioxid-Emmissionen ein.

Den Vertrag hätten Berlins Umweltsenatorin Katrin Lompscher, Vivantes Geschäftsführer Peter Schnitzler und Gerhard Kleih, Geschäftsführer der EnBW Vertrieb GmbH in Berlin unterzeichnet. Die Berliner Energieagentur habe das Ausschreibungsverfahren als Projektmanager durchgeführt, den Vertrag vorbereitet und begleite auch die Umsetzung der Einsparmaßnahmen.

Katrin Lompscher lobt das Berliner Modell der Energiesparpartnerschaft: “Es ermöglicht dem Land Berlin trotz knapper Hauhaltskassen seine klima- und energiepolitischen Ziele umzusetzen und Energiekosten in öffentlichen Gebäuden einzusparen. Das Wenckebach-Klinikum kann dadurch jährlich den Kohlendioxid-Ausstoß um 1.800 Tonnen verringern und trägt damit zur Erreichung unserer Klimaschutzziele bei”.

Krankenhäuser haben einen besonders hohen Energieverbrauch. Peter Schnitzler betont vor allem den ökonomischen Nutzen für das Wenckebach-Krankenhaus: “Durch Einsparmaßnahmen und den Einsatz energieeffizienter Technologie sparen wir jährlich 380.000 Euro an Energiekosten ein”. Um das zu garantieren setze der Energiedienstleister EnBW in den kommenden Monaten zahlreiche Maßnahmen um: Dazu gehören Schulungen für das Krankenhauspersonal, aber vor allem technische und bauliche Maßnahmen wie die Dämmung der oberen Geschoßdecken und der Einsatz eines hocheffizienten Blockheizkraftwerks.

Seit 2003 setze sich Vivantes mit einem zentralen Energiemanagement für nachhaltigen Klimaschutz ein. Gegenüber 2003 konnten die CO2-Emissionen so um 29 Prozent gesenkt werden; allein 2010 seien 33.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden worden. Neben Energiesparmaßnahmen brachten großtechnische Maßnahmen wie ein neues Blockheizkraftwerk am Klinikum Spandau, eine neue Kältezentrale am Klinikum Neukölln, neue Klimaanlagen an diversen Standorten, energetische Optimierungen an den Gebäudehüllen und Energieträgerwechsel von Heizöl und Erdgas zu Fernwärme oder von Heizöl zu Erdgas weitere positive Effekte mit sich. Seit 2002 bezieht Vivantes ausschließlich atomfreien Strom, seit 2010 zu 100 Prozent zertifizierten grünen Strom (EECS European Energy Certificate System).


(übermittelt am 6. Mai 2011)




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