Neuartige Tagesgruppe für psychisch auffällige Kinder und Jugendliche

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Lichtenberger Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge eröffnet eine nach eigenen Angaben bundesweit einmalige Tagesgruppe namens “TAN.go”. Das Projekt vereint Jugendhilfe und Klinikbehandlung.

Die Tagesgruppe für psychisch auffällige Kinder und ihre Familien ist ein Angebot der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH). In “TAN.go” würden Kinder betreut und therapiert, die nach ihrer Krankenhausentlassung weitere kontinuierliche Unterstützung benötigen und für die ambulante Hilfen als Anschlussmaßnahmen nicht ausreichen, teilte das Krankenhaus jetzt mit. Der Name “TAN.go” leite sich ab von “Tagesgruppe als Netzwerk”, verknüpft mit dem englischen “go” für Aufbruch, so die Klinik weiter. Die KEH-Abteilung für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters habe das Projekt in Kooperation mit dem Jugendamt des Berliner Bezirks Lichtenberg, der AOK Berlin-Brandenburg und dem Verein Kinderhaus Berlin-Mark Brandenburg e. V. gestartet. Wenn das Projekt erfolgreich ist, wird die Tagesgruppe als festes Angebot mit zehn Plätzen eingerichtet. Ende Mai 2010 sei “TAN.go” zunächst als zweijähriges Projekt gestartet worden. Nun, nach einem Vierteljahr falle die erste Zwischenbilanz positiv aus. “Das neue Angebot ermöglicht es uns, Kinder trägerübergreifend zu versorgen, die wegen der Schwere und Komplexität ihrer psychischen Störungen sowohl eine psychiatrische Krankenhausbehandlung als auch die Unterstützung der Jugendhilfe benötigen”, sagt Dr. Rita May, seit 1. August Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie im KEH. Das wichtigste Projektziel sei die Wiedereingliederung der Kinder in die Familie und in die Schule. Zurzeit nähmen sechs Kinder mit ihren Familien an dem Projekt teil. Die Tagesgruppe trifft sich werktags im zweiten Obergeschoss des Lichtenberger “Kinderhauses” in der Neustrelitzer Straße. “TAN.go” sei bundesweit die erste Tagesgruppe, die Jugendhilfe und Krankenhausbehandlung aus einer Hand anbietee, teilte das Krankenhaus mit. Den therapeutischen Teil übernimmt das KEH, finanziert von der AOK. Die sozialpädagogische Betreuung wird von Mitarbeitenden des Vereins Kinderhaus Berlin-Mark Brandenburg e. V. geleistet und vom Jugendamt finanziert.


(übermittelt am 16. August 2010)



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