HELIOS Klinikum Berlin-Buch startet Zusammenarbeit mit „Kind im Zentrum“

Nach dem Bekanntwerden der Ermittlungen gegen einen Pfleger der Kinderintensivstation des HELIOS Klinikums Berlin-Buch wegen des sexuellen Missbrauchs von Patienten startet die Klinik jetzt mit der Erarbeitung eines Kinderschutzkonzepts. Das Ziel sei die nterne Aufarbeitung der Missbrauchsfälle sowie die Erarbeitung eines Präventionskonzepts gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern, teilte der Konzern mit.


Kurz nach der Festnahme des Pflegers am 17.12.2010 habe das Klinikum Gespräche mit externen Organisationen aufgenommen, die sich mit sexuellem Missbrauch von Kindern in Institutionen beschäftigen, so das Unternehmen weiter. Experten der Organisation “Kind im Zentrum” (EJF) werden das Klinikum nun bei der weiteren Aufarbeitung der Missbrauchsfälle begleiten und beraten. Ziel ist zunächst, im Rahmen einer Supervision interne Abläufe zu untersuchen und in der Folge gemeinsam mit dem Team der Kinder- und Jugendmedizin sowie der Klinikleitung Strategien des Kinderschutzes zu entwickeln. Noch im Januar sollen dazu die ersten Treffen stattfinden.

“Wir sind froh, mit “Kind im Zentrum” einen erfahrenen und kompetenten Partner für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in unserer Klinik gefunden zu haben. Unser Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, mit dem wir unsere Patienten und uns künftig besser schützen können”, sagt Klinikgeschäftsführer Christian Straub. “Uns ist dabei bewusst, dass es keinen hundertprozentigen Schutz geben kann. Wir wollen, dass unsere Klinik auch weiterhin das ist, was jeder Patient und seine Angehörigen erwarten können, nämlich ein Ort des verlässlichen persönlichen Schutzes”, ergänzt Straub.

Nach Bekanntwerden des sexuellen Missbrauchs in fünf Fällen im Dezember 2010 hatte das Helios-Klinikum eine telefonische Hotline für besorgte Eltern eingerichtet. Seit dem 21. Dezember 2010 bis zum Montag, 17. Januar 2011, seien insgesamt 91 Anrufe eingegangen. Viele Eltern hätten sich erleichtert über diese direkte Kontaktmöglichkeit gezeigt. Einige von ihnen hätten auch die von der Klinik angebotenen psychologischen Beratungsmöglichkeiten genutzt. Konkrete Hinweise auf weitere Missbrauchsfälle habe es bislang nicht gegeben, so das Klinikum weiter.


(übermittelt am 17. Januar 2011)



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