Charité als Myasthenie-Zentrum zertifiziert

Die Klinik für Neurologie an der Charité wurde am 22. August 2011 von der Deutschen Myasthenie Gesellschaft (DMG) als Integriertes Myasthenie-Zentrum (IMZ) zertifiziert. Damit werde Berlin zum größten zertifizierten Myasthenie-Zentrum Deutschlands, teilte das Universitätsklinikum jetzt mit.

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Übergabe der Zertifzierungsurkunde an das Myasthenie-Zentrum der Charité; Foto: Charité

Jährlich werden an der Charité mehr als 300 Patienten aus der ganzen Welt mit dieser seltenen Erkrankung behandelt, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Zertifizierungsverfahren folgt den Anforderungen der DMG, der Selbsthilfeorganisation der Myastheniepatienten.

Myasthenie Patienten leiden häufig an einer belastungsabhängigen Muskelschwäche. Oft beginnt die Erkrankung mit Doppelbildern, breitet sich teilweise auf den gesamten Körper aus und kann mit Schluckstörungen und Atemnot verbunden sein, so dass auch eine intensivmedizinische Behandlung notwendig werden kann. Ursache ist eine Fehlregulation des Immunsystems, die zu einer gestörten Signalübertragung von Nerv zu Muskel führt. Die Klinik für Neurologie verfüge bereits über lange Erfahrung in der Erforschung und Behandlung dieser Immunkrankheit.

»Die Behandlung erfordert nicht nur spezielle neurologische und intensivmedizinische Kenntnisse, sondern auch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit”, sagt Prof. Andreas Meisel, Leiter des Myasthenie-Zentrums. Zum maßgeschneiderten Therapiekonzept des Ärzteteams gehört häufig auch die Thymektomie, also die komplette Entfernung der Thymusdrüse. Die hierfür erforderliche Thoraxchirurgie-Abteilung der Charité unter Leitung von PD Dr. Jens C. Rückert biete eine große Erfahrung in der minimal-invasiven Thymektomie.

Bisher gibt es in Deutschland drei DMG-zertifizierte Myasthenie-Zentren, darunter nun mit der Charité in Berlin eines.


(übermittelt am 23. August 2011)




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