Entspannungsraum

Viele Menschen haben es verlernt zu relaxen. In Entspannungsräumen können sie es unter fachkundiger Anleitung wieder lernen – und genießen.

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Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Wie sieht ein Entspannungsraum aus?

Darunter versteht man einen freundlich gestalteten und gemütlich eingerichteten Raum, in dem Kissen und Decken sowie Yoga-Matten oder Matratzen liegen. Solche Räume gibt es in vielen Rehakliniken.


Wem nützt ein Entspannungsraum?

In dem Raum finden Entspannungsübungen statt, zum Beispiel bei Schwangeren- und Eltern-Kind- Kuren. Viele Menschen haben verlernt zu relaxen – oder aber sie vergessen es schlicht in der Eile und Hektik des Alltags. Andauernder Stress wirkt sich jedoch negativ auf Körper und Psyche eines Menschen aus: “Ständige Anspannung und Überforderungen im Beruf, im Haushalt oder in der Familie lösen nicht selten körperliche Schwäche, innere Unruhe, Schlafstörungen oder gar Angstzustände und Depressionen aus”, sagt Susanne Ziehm, Krankenschwester im Schwangerenkurheim Haus an der Sonne in Bad Saarow. Stress und fehlende Ruhe erschweren zudem die Genesung von anderen Krankheiten. Ein wichtiger Bestandteil von Rehabilitationen sind daher Entspannungsübungen, die in Gruppen und unter Anleitung in eigens dafür eingerichteten Räumen stattfinden.


Was geschieht im Entspannungsraum?

Während der Entspannungsübungen liegen die Rehabilitanden meist gemütlich auf Matratzen oder Matten, manchmal noch mit einem Kissen unter dem Kopf oder zugedeckt mit einer weichen Decke. Die Übungen können sowohl aktiv als auch passiv sein. Zur passiven Lockerung zählen beispielsweise Fantasiereisen, bei denen der Leiter der Übung den Teilnehmern eine Geschichte zu einem bestimmten Thema vorliest. “Diese Geschichten sollen den Geist auf Reisen schicken”, sagt Susanne Ziehm. “Dabei können die Patienten ruhig ein bisschen einschlummern.” Eine aktive Übung ist die progressive Muskelentspannung . Dabei spannen die Rehabilitanden gezielt einzelne Muskelpartien für 20 Sekunden an, zum Beispiel in den Armen oder im Gesicht. “Danach folgt eine Phase des Loslassens, in der die Teilnehmer fühlen, wie sich ihre Muskeln lockern”, sagt Krankenschwester Ziehm. Wichtig sei es dabei immer, ruhig und gleichmäßig zu atmen. Denn mit einer ruhigen Atmung und gezielter Muskelan- und entspannung könnten die Rehabilitanden lernen, auch den Alltag aktiv aber locker anzugehen. “Und zwar selbst beim Weihnachtsshopping in der Innenstadt.”



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