Dampfsterilisator

Ein Dampfsterilisator dient dazu, Instrumente für den Operationssaal oder die Station keimfrei zu machen.

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Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Was ist ein Dampfsterilisator?

Er dient dazu, Instrumente für den Operationssaal oder die Station keimfrei zu machen. Das Gerät sieht aus wie eine Edelstahlspülmaschine, in das die mit den Instrumenten befüllten Container hineingeschoben werden. In den Containern befinden sich Siebeinsätze, die je nach Bedarf mit vorab automatisch gereinigten und thermisch desinfizierten OP-Instrumenten bestückt werden. Der Deckel jedes Containers enthält Löcher, darunter befindet sich ein Filtervlies. Im Inneren des Sterilisators wird ein Unterdruck von 60 Millibar erzeugt, den man sich zur Erhitzung zunutze macht. Bei einer Temperatur von 134 Grad Celsius überlebt kein Keim. Der Dampf dient dazu, die hohe Temperatur auf die OP-Instrumente im Inneren des Containers zu übertragen; er dringt durch das Vlies im Containerdeckel, dessen Poren sich anschließend verschließen. So entsteht eine Keimbarriere. Es wird nur reinster Wasserdampf verwendet, um Ablagerungen auf den Instrumenten zu vermeiden.

Wozu braucht man dieses Gerät?

Jede Station und jeder OP-Saal ist auf sterile Instrumente angewiesen. Ohne Dampfsterilisator könnten alle Instrumente, die in einem Krankenhaus benötigt werden, nicht keimfrei gemacht werden. Denn die pure Desinfektion reicht nicht aus. Sie ist Voraussetzung für die Sterilisation. Die Wiederaufbereitung der OP-Instrumente dauert zirka vier bis fünf Stunden. Nach der Sterilisation muss der Container eine halbe Stunde abkühlen. Anschließend werden die Container kontrolliert, ob ihr Inhalt steril ist. Ein Indikatorpapier, mit dem jeder Container versehen ist, gibt darüber Auskunft.

Wie wird das Gerät in der Klinik eingesetzt?

Die meisten Dampfsterilisatoren stehen nicht in einzelnen Fachabteilungen oder auf Stationen, sondern in der Zentralsterilisation eines Krankenhauses. Dort sind sie fast rund um die Uhr im Einsatz. Für komplizierte Eingriffe benötigen Chirurgen bis zu zehn Container pro Operation. Die Dampfsterilisatoren werden regelmäßig kontrolliert. Täglich wird zu diesem Zwecke ein Dampfdurchdringungstest durchgeführt und einmal wöchentlich ein Vakuumtest, um zu prüfen, ob die Kammern dicht sind.



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