Bewegungsbad

Nach einer orthopädischen Operation, wie beispielsweise einem künstlichen Gelenkersatz, können Muskeln schonend im Bewegungsbad trainiert werden.

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Foto: Thilo Rückeis

Was ist ein Bewegungsbad?

Dieses Therapiebecken, das mit 32 bis 34 Grad Celsius warmem Wasser gefüllt ist, wird häufig in der Reha nach orthopädischen Operationen, wie beispielsweise einem künstlichen Gelenkersatz, genutzt.


Wozu braucht man dieses Gerät?

Menschen, die nach einer Hüft- oder Knie eine Rehabilitation machen, um im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf die Beine zu kommen, stehen nicht selten vor einem Problem: Sie müssen sich bewegen und trainieren, müssen die Muskeln, die die Ärzte während der OP durchtrennt haben, wieder aufbauen und stärken, damit die sie wieder tragen können. Gleichzeitig dürfen sie aber weder Muskeln noch Gelenke überlasten. Ein “normales” Training – zum Beispiel an Sportgeräten, wie es sie auch im Fitnessstudio gibt – ist daher für diese Patienten häufig noch nicht geeignet. Deshalb setzen Therapeuten gerade bei orthopädischen Leiden oft die sogenannte Hydrotherapie ein. Hydrotherapie bedeutet, dass die rehabilitativen Maßnahmen im Wasser stattfinden: In Schwimmbecken, in Kneipp-Tretbecken oder eben im Bewegungsbad.


Wie wird das Becken in der Reha eingesetzt?

In einem Bewegungsbad machen die Rehabilitanden alleine oder in kleinen Gruppen physiotherapeutische Übungen. Dazu zählen zum Beispiel einfache Steh- oder Gehtrainings: “Die Muskeln werden hier schon bei kleinen Bewegungen gestärkt, da diese gegen den Wasserwiderstand geschehen”, sagt Friedbert Helm, Chefarzt der Rehaklink Sommerfeld. “Gleichzeitig sind die Übungen sehr gelenkschonend, da das Wasser den Patienten Auftrieb gibt.” Hinzu kommt, dass die Wärme des Wassers der noch frischen OP-Narbe guttut und zusätzlich entspannend und schmerzlindernd wirkt. Aus diesen Gründen sind Trainingseinheiten im Bewegungsbad besonders gut für Gelenkersatz- Patienten geeignet, die ihre Reha gerade erst begonnen haben. Sind die Rehabilitanden sehr schwach auf den Beinen, erleichtert ihnen ein Lifter den Einstieg in das Becken. Während der Übungen können die Physiotherapeuten durch die gläsernen Wände beobachten, ob ihre Schützlinge die Bewegungen korrekt ausführen. Sind Patienten schon etwas länger in der Reha, können sie auch Wassergymnastiken – dann meist in Gruppen – in einem normalen Schwimmbecken machen, in dem das Wasser etwas kälter ist.



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