Hintergrund: Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs ist tückisch – aber heilbar. Doch dafür muss er rechtzeitig erkannt werden


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Darmkrebs trifft Männer und Frauen gleichermaßen. Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, steigt im Alter. Mögliche Hinweise auf eine Darmkrebserkrankung sind ein veränderter Rhythmus des Stuhlgangs über längere Zeit, häufig auftretender Durchfall oder Verstopfung oder wiederholt Blut im Stuhl. Auch Schmerzen im Bauch und am Darmausgang können auf Krebs hinweisen. Das Risiko für eine Erkrankung liegt höher, wenn bereits Verwandte betroffen waren.


Was macht der Arzt?

Die einfachste Methode ist das Austasten des Mastdarms mit dem Finger. Nur etwa ein Viertel der Enddarmtumoren können auf diese Weise entdeckt werden. Die aussagekräftigste Untersuchung zur Früherkennung ist die Darmspiegelung, die Koloskopie. Dazu führt der Arzt ein biegsames Endoskop in den – durch die Einnahme eines Abführmittels und viel Flüssigkeit geleerten – Darm ein. Das Instrument ist mit einer Videokamera und Lampe ausgestattet. So kann der Arzt selbst kleine Tumoren und Polypen aufspüren. Zusätzlich kann er mit Instrumenten die Polypen, aus denen oft Tumoren entstehen, entfernen. Eine neuere Technik ist die virtuelle Koloskopie mit einem Computertomografen. Damit ist jeder Winkel im Darm besser einsehbar und die Untersuchung für manche Menschen angenehmer. Andererseits sind kleinere Schleimhautveränderungen weniger gut erkennbar, außerdem kann auf diesem Wege kein Gewebe entfernt werden.


Wer zahlt die Vorsorge?

Die Krankenkassen zahlen ab dem 55. Lebensjahr mindestens alle zehn Jahre eine Koloskopie als Vorsorgeuntersuchung. Ab dem 50. Lebensjahr zahlen die Kassen auch eine jährliche Untersuchung auf Blut im Stuhl.


Was sind Riskofaktoren?

Eine ballaststoffarme, fettreiche Ernährung mit einem hohen Anteil an rotem Fleisch und wenig Gemüse sowie regelmäßiger Alkoholkonsum erhöhen die Gefahr an Darmkrebs zu erkranken. Auch Übergewicht und Bewegungsmangel gelten als Risikofaktoren.




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