Qualitätsindikator - Todesfälle risikobereinigt (Herzkatheterbehandlung)

Erklärung:

Für diesen Indikator werden Patientinnen betrachtet, die trotz einer Katheterbehandlung im Krankenhaus verstarben. Dabei wurde das unterschiedliche Risikoprofil der von den Kliniken behandelten Patienten rechnerisch berücksichtigt, um einen fairen Vergleich der Krankenhäuser zu ermöglichen. Risikofaktoren, um infolge einer Katheterbehandlung zu sterben, sind zum Beispiel ein vorheriger Herzinfarkt, ein hohes Alter oder ein Nierenversagen.

Frage an das Krankenhaus:

“Wie viele Patienten sind trotz einer Herzkatheterbehandlung in ihrem Krankenhaus verstorben?”

Hintergrund:

Sie sollten nach dem Indikator fragen, wenn Sie die Erfolgsrate des Krankenhauses Ihrer Wahl bei einem solchen Eingriff einschätzen wollen. Bei einer Herzkatheterbehandlung wird ein dünner, biegsamer Kunststoffschlauch, an dessen Ende sich ein aufblasbarer Ballon befindet, bis zu der Engstelle im Gefäß geschoben. Durch den Katheterschlauch leitet der Arzt Röntgen-Kontrastmittel in das betroffene Gebiet, um den Eingriff am Röntgenbildschirm zu verfolgen. Sobald er sich an der Engstelle befindet, wird der Ballon mit einer Kochsalzlösung aufgebläht und das Gefäß gedehnt. Dadurch soll ein ungestörter Blutfluss wiederhergestellt werden. Um eine erneute Verengung des betroffenen Herzkranzgefäßes zu verhindern, kann ein so genannter Stent, eine röhrchenförmige Gefäßstütze, eingesetzt werden. Besonders schnell muss einen solche Behandlung im Notfall, also bei einem akuten Herzinfarkt, erfolgen. Von einem Infarkt spricht man, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich – zum Beispiel durch ein Blutgerinnsel – verstopft wird. Das Muskelgewebe dahinter wird nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Hier muss die Ader sofort wieder mit einem Katheter geöffnet werden, bevor das dahinter liegende Herzmuskelgewebe abstirbt und das gesamte Organ dadurch irreparabel geschwächt wird.



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